Ekuadors Präsident Rafael Correa warnte vor zwei Tagen seine Mitbürger, sie müßten sich auf zwei "extrem harte" Monate vorbereiten, da die politischen Parteien der Bankiers alles unternehmen werden, um ihn nur wenige Monate vor den Wahlen zur verfassungsgebenden Versammlung am 30. September zu stürzen. Correa ist bei der Bevölkerung enorm beliebt, da er die Haltung Franklin Roosevelts gegen die Finanzinteressen eingenommen hat, um das Land wirtschaftlich entwickeln zu können. So wie es im Augenblick aussieht, werden seine Unterstützer in der verfassungsgebenden Versammlung eine überwältigende Mehrheit haben.
In seiner Rede bei einer militärischen Beförderungszeremonie am 3. August und in seiner wöchentlichen Radioansprache am darauffolgenden Tag warnte Correa, es würden Streiks, inszenierte Angriffe und geplante Stromausfälle, Rufmorde und falsche Anschuldigungen, vielleicht sogar der Bankrott einer kleineren Bank, den man dann der Regierung in die Schuhe schiebt, vorbereitet, um die historische Wende, die im Falle seines Sieges auf die Wahlen folgen könne, zu blockieren. Die Bankiers seien „sehr verzweifelt, und zu jeder Idiotie fähig", sagte er. Die Regierung hat schon Versuche, Raketen zum Einsatz gegen den Präsidenten zu beschaffen, und Treffen zur Planung von Aktionen gegen ihn aufgedeckt. Sie versuchten schon die Umgebung so vorzubereiten, daß ihn die Mehrheit des Kongresses, wenn genug Geld fließe, vielleicht aus dem Amt wählen würde, sagte Correa.
Correa bemerkte in seiner Radioansprache, die Bankiers wüßten, daß seine Regierung bei einem Wahlsieg Gesetze verabschieden wird, die verbieten, daß Finanziers und Bankiers irgendwelche Massenmedien besitzen, in denen sie sich als „Journalisten" tarnen. Und dann sei da noch die Angelegenheit des Bankenkrachs im Jahre 1999, wo dieselben Bankiers, die Correa zeternd einen „Sozialisten und Kommunisten" nennen, den größten Raub in der Geschichte durchgeführt hätten, indem sie die Bankeinlagen des gesamten Landes an sich rissen. Er berichtete, seine Regierung ermittle derzeit, wie dieser Raub ausgeführt wurde, und die Bankiers befürchten, daß daraus Anklagen gegen sie folgen werden.