Erfolgreiches Treffen zwischen Lula und Trump

09.05.2026
Erfolgreiches Treffen zwischen Lula und Trump klaus 09.05.2026

Es dauerte 17 Monate, bis es zustande kam, aber das erste Arbeitstreffen der Präsidenten der beiden bevölkerungsreichsten Nationen der westlichen Hemisphäre in Trumps zweiter Amtszeit fand schließlich am Donnerstag im Weißen Haus statt. Einschließlich Mittagessen trafen sich die Präsidenten drei Stunden lang.

Präsident Trump beschrieb Lula da Silva in einem kurzen Beitrag auf Truth Social danach als „sehr dynamisch“ und schrieb, dass „das Treffen sehr gut verlief“. Er berichtete, dass „Handel und speziell Zölle“ zu den vielen diskutierten Themen gehörten und fügte hinzu: „Unsere Vertreter werden sich zusammensetzen, um bestimmte Schlüsselelemente zu diskutieren. Weitere Treffen werden in den kommenden Monaten nach Bedarf angesetzt.“ In einem kurzen Austausch mit Reportern später am Tag nannte Trump Lula „einen guten Mann“ und „einen klugen Kerl“.

Lula da Silva und sein Team – er wurde von fünf Kabinettsministern und dem Chef der Bundespolizei begleitet – gaben in einer Pressekonferenz nach dem Treffen in der brasilianischen Botschaft weitere Details preis. Auch Lula war „sehr zufrieden“ mit dem Treffen und bezeichnete seine Beziehung zu Trump als „sehr gut“.

Es ist jedoch klar, dass das Treffen nicht nur aus Einvernehmen bestand.

Das erste große bilaterale Wirtschaftsthema, das diskutiert wurde, waren Zölle und die laufende „Section 301-Untersuchung“ der USA zu angeblich unfairen Praktiken Brasiliens. Hier wurde vereinbart, dass eine binationale Arbeitsgruppe eine Lösung vorbereiten soll, die den Handelsvertretern innerhalb von 30 Tagen vorgelegt werden soll.

Ein weiteres Thema waren kritische Mineralien. Das US-Interesse, die Kontrolle über die Reserven dieser Mineralien in jedem möglichen Land zu erlangen und sie damit aus den Händen Chinas zu halten, ist bekannt. Die aktuelle Schätzung geht davon aus, dass Brasilien bis zu 20 % der bekannten Weltreserven dieser Mineralien halten könnte. Lula informierte Trump jedoch darüber, dass die brasilianische Abgeordnetenkammer gerade ein Gesetz verabschiedet habe, welches diesen Sektor reguliere, die Entwicklung dieser Mineralien als Angelegenheit nationaler Souveränität erkläre und die Verarbeitung dieser Mineralien im Inland vor ihrem Export priorisiere. Darüber hinaus sagte Lula: „Brasilien möchte sein Potenzial bei kritischen Mineralien mit jedem teilen, der im Land investieren möchte – sei es aus den USA, China, Deutschland, Japan oder Frankreich. Wir haben keine Präferenz.“

Auch ihre bekannten, stark unterschiedlichen Ansichten zu internationalen strategischen Fragen wurden angesprochen. Lula da Silva sprach die verheerenden Auswirkungen von Trumps Ölblockade auf die kubanische Wirtschaft an und bot an, Verhandlungen mit der kubanischen Regierung zu vermitteln. Er übergab Trump eine Kopie der Vereinbarung, die Brasilien und die Türkei 2010 mit dem Iran getroffen hatten, um die Nuklearfrage zu lösen. Diese wurde jedoch von Präsident Obama und den Europäern sabotiert. Lula sagte gegenüber Reportern, dass „die Invasion des Iran mehr Schaden anrichten wird, als Trump erwartet. Er denkt, der Krieg sei vorbei. Aber das ist nicht real.“ Was die Bekämpfung des internationalen Drogenhandels betrifft, so berichtete Lula, er habe angeboten, eine Koalition aller Länder der Region zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität zu organisieren – aber als Gleiche, ohne einen „Hegemon“. Brasilien hat eine Strategie vorgelegt, die darauf abzielt, die Finanzen der Drogenhändler und andere solche Maßnahmen zu unterbinden.

Quelle: eirna.de

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