Der frühere französische Präsidentschaftskandidat und Parteivorsitzende der Solidarité et Progrès, Jacques Cheminade, veröffentlichte am 8. Januar unter dem Titel „Unser 11. September“ eine Presseerklärung zum Anschlag auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo, bei dem zwölf Menschen getötet und 11 weitere verwundet wurden. Die Erklärung finden Sie im französischen Original auf seiner Internetseite unter der Adresse http://www.jacquescheminade.fr/Face-a-notre-11-septembre.
Der frühere französische Präsidentschaftskandidat und Parteivorsitzende der Solidarité et Progrès, Jacques Cheminade, veröffentlichte am 8. Januar unter dem Titel „Unser 11. September“ eine Presseerklärung zum Anschlag auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo, bei dem zwölf Menschen getötet und 11 weitere verwundet wurden. Die Erklärung finden Sie im französischen Original auf seiner Internetseite unter der Adresse http://www.jacquescheminade.fr/Face-a-notre-11-septembre.
„Frankreich ist bedroht. Aber wir dürfen der Diktatur der Angst nicht nachgeben. Um einen kühlen Kopf zu behalten, muß die Nation geeint sein in der Notwendigkeit, den Terrorismus zu bekämpfen, wo immer er sich zeigt, und vor allem, nicht länger das Umfeld zu tolerieren, in dem er gedeiht.
Der Kampf gegen den Terrorismus liegt in der Verantwortung unserer Polizeikräfte, unserer nationalen Gendarmerie und unseren Geheimdiensten. Sie müssen die unmittelbare Bedrohung sehr ernst nehmen – überall und tagtäglich in ihren Einsätzen. Es gibt keine Einzeltäter, sondern kleine und mittlere Terrorgruppen, die mehr oder weniger manipuliert sind. Von den anderen europäischen Ländern müssen wir ernsthafte Grenzkontrollen verlangen, denn wir befinden uns im Krieg. Bei uns zuhause müssen wir aller Aufhetzung zur Gewalt ein Ende setzen, auch der durch Bilder in Gewaltvideos, deren Anhänger die Terroristen oft sind und die dazu beitragen, ihre Seelen krank zu machen.
Die Änderung des Umfeldes ist eine Aufgabe unserer staatlichen Politik. Wir müssen Saudi-Arabien und Katar zur Verantwortung ziehen, wo bestimmte Einrichtungen und Familien den ,salafistischen’ Terrorismus finanziert haben und auch weiterhin finanzieren. Wir müssen auch Recep Tayyip Erdogans Türkei zur Verantwortung ziehen, die ein doppeltes Spiel treibt und sich so zum Komplizen gemacht hat. Wir müssen jegliche „Sonderbeziehungen“ mit diesen Ländern beenden.
Wir müssen eine Untersuchung der Rolle der Bankennetzwerke fordern, insbesondere der britischen, die als Transmissionsriemen für das Geld wirken, das von Terroristen der Al-Kaida und des Islamischen Staats verwendet wird. Das sind die Falschmünzer, die dafür sorgen, daß diese fehlgeleiteten Kriminellen weiter machen.
Außerdem dürfen wir nicht erlauben, daß die Debatte abgelenkt und gegen Immigranten und Moslems gerichtet wird, denn damit würden wir uns in die gestellte Falle begeben. Besonders wenn wir mit all unserer Kraft gegen Antisemitismus kämpfen, bedeutet das, den Dialog der Zivilisationen, Kulturen und Religionen zu unterstützen.
Sagen wir es ganz offen: Mit ihrer Strategie des Chaos, die sich gegen Europa und gegen Frankreich richtet, schürt die Finanzoligarchie die Flammen des islamistischen Terrorismus – worauf die Vereinbarungen zwischen dem Londonistan-System und Saudi-Arabien hinweisen -, während sie gleichzeitig Krieg gegen den Islam verlangt – , wie die PEGIDA-Bewegung in Deutschland und die identitären Netzwerke in Frankreich, einschließlich des Front National. Aber das, was Frankreich ausmacht, ist „eine gewisse Idee“, man könnte auch sagen, ein Vertrag mit der Freiheit in der Welt, statt eines perversen Begriffs doktrinärer Souveränität, wie ihn die britische UKIP (UK Independence Party) oder die Alternative für Deutschland, die faktisch mit PEGIDA verbündet ist, vertreten.
Nur in einer Welt ohne die Londoner City und die Wall Street und belebt durch den Geist der Neuen Seidenstraße im weltweiten Maßstab – den Geist gegenseitiger Entwicklung – , kann man den Terrorismus wirklich bekämpfen. Frankreich kann und muß zu einer Säule dieser neuen Welt werden.“