Die Ermordung Muammar al-Gaddafis war ein klarer Bruch des Völkerrechts. Zu viele Fakten, u. a. durch Videoaufzeichnungen, kamen an die Öffentlichkeit bevor die Zensur der Nato wirksam werden konnte. Am Tag nach der Verhaftung des libyschen Revolutionsführers verurteilte der russische Außenminister in verschiedenen Radiosendungen die Erschießung Gaddafis. Ria Novosti zufolge sagte Lawrow, die Exekution sei ein Bruch der Genfer Konvention.
Die Ermordung Muammar al-Gaddafis war ein klarer Bruch des Völkerrechts. Zu viele Fakten, u. a. durch Videoaufzeichnungen, kamen an die Öffentlichkeit bevor die Zensur der Nato wirksam werden konnte. Am Tag nach der Verhaftung des libyschen Revolutionsführers verurteilte der russische Außenminister in verschiedenen Radiosendungen die Erschießung Gaddafis. Ria Novosti zufolge sagte Lawrow, die Exekution sei ein Bruch der Genfer Konvention.
„Ich habe die Erklärung vieler Spitzenpolitiker der Welt gehört, die mit Genugtuung und sogar Freude darüber sprachen, daß der Diktator tot sei. Ich will diese Erklärungen nicht einschätzen. Wir sind genötigt, uns auf Fakten und auf das Völkerrecht zu stützen. Und das Völkerrecht besagt, daß im Zuge von Militärkonflikten internationale humanitäre Regeln gelten. Diese Regeln sind in den Genfer Konventionen verankert, die Ende der 40-er Jahre verabschiedet und später durch unterschiedlichste Protokolle ergänzt wurden. In diesen Konventionen steht, sobald ein Teilnehmer eines bewaffneten Konflikts gefangengenommen wurde, müssen ihm gegenüber besondere Prozeduren angewandt werden, einschließlich der Erweisung von Hilfe. Jene Bilder, die wir im Fernsehen sahen, sprechen davon, daß Gaddafi verletzt gefangengenommen wurde, und daß man dann dem Gefangenen das Leben genommen hatte. Nicht zufällig erklärte heute die Verwaltung des Hohen Kommissars der UNO für Menschenrechte, man müsse alle Todesumstände aufklären.“ [url:“http://german.ruvr.ru/2011/10/21/59135480.html“](Stimme Rußlands)[/url]
In den USA erklärte der investigative Journalist Wayne Madsen in einem Interview in Prison Planet von Alex Jones, daß Obama wegen der Tötung des libyschen Staatsoberhauptes des Amtes enthoben werden sollte. „Er sollte vom Justizausschuß wegen Beihilfe zur Ermordung eines Staatsoberhauptes angeklagt – man nennt das Impeachment – und dann vom Senat verurteilt werden.“ Es sei nicht nur eine Verletzung des Völkerrechts, sondern auch amerikanische Gesetze (Executive Order 12333) seien gebrochen worden. Obama habe schon gelogen, als er zu Anfang der NATO-Operationen gegen Libyen behauptete, daß es nicht um einen Regierungssturz, sondern allein um den Schutz der Zivilbevölkerung ginge. Die jetzigen Ereignisse hätten gezeigt, daß es sich von Anfang an um die Beseitigung der Regierung (regime change) gehandelt habe.
Nach uns bisher vorliegenden Informationen lief die Gefangennahme etwa so ab: Eine amerikanische Drohne beobachtete und beschoß den Konvoi mit dem Gaddafi dem Kriegsschauplatz entfliehen wollte. Danach wurde der Konvoi von einem französischen Flugzeug bombardiert und zum Stillstand gebracht. Gaddafi, der sich unter einer Brücke versteckt hatte, wurde entdeckt, überwältigt und lebend auf einen Kleinlastwagen gehoben. Später wurden er und einer seiner Söhne, der mit ihm zusammen gefangengenommen worden war, erschossen.
Die Ermordung Gaddafis stellt mit den Kriegen gegen Libyen, Afghanistan, Irak und den ungesetzlichen Tötungen von zwei amerikanischen Staatsbürgern im Jemen auf Befehl Obamas, eine Serie von Völkerrechtsbrüchen dar, die die Substanz jeglichen Rechtsstaatsprinzips zerstören. Der Weg in die Diktatur ist immer mit angeblich „ehrenwerten Motiven“ und der Abwehr vermeintlicher Gefahren verbunden. Das war unter dem Hitlerregime so und hat sich bis heute nicht geändert. Ob Gaddafi, Hitler, Bush oder Obama – es sind die dummen Marionetten, die für die Interessen des britischen Empire und seiner finanzoligarchischen Tentakeln benutzt und dann entsorgt werden. Der Bankrott des Weltfinanzsystems ist die wirkliche Triebkraft hin zur Diktatur. Deshalb liegt die Lösung auch in der Errichtung einer neuen, gerechten Weltwirtschaftsordnung. Die Einführung des Trennbankensystems wäre der erste Schritt, die Macht der Superbanken zu brechen und die Souveränität der Nationen wieder herzustellen. Und dieser Schritt muß jetzt erfolgen, bevor es zu spät ist!