Als ob die derzeit hohen Energie- und sonstigen Kosten nicht schon genug wären, kommt nun ein weiterer Schlag der EU gegen die europäische Industrie.
Am 1. Januar 2026 ist der berüchtigte CO2-Grenzausgleichsmechanismus der EU (CBAM) in Kraft getreten. Der CBAM zielt insbesondere auf China ab und ist eine Steuer auf importierte Waren, deren Herstellung nicht den CO2-Emissionsstandards der EU entspricht. Der CBAM betrifft nicht alle Importe, sondern zunächst die CO2-intensivsten Industriezweige, bei denen das Risiko einer Verlagerung am größten ist. Zu den derzeit betroffenen Waren gehören Zement, Eisen und Stahl, Aluminium, Düngemittel, Strom und Wasserstoff. Unternehmen, die in diesen Sektoren tätig sind, müssen eine Reihe komplexer regulatorischer Anforderungen erfüllen. Zusätzlich zur Einholung einer vorherigen Genehmigung müssen sie eine jährliche Erklärung einreichen.
Die erste Erklärung für das Jahr 2026 ist am 31. Mai 2027 fällig. Darin müssen die Mengen der importierten Waren und die damit verbundenen Emissionen angegeben werden. Dies wird weitere konkrete Auswirkungen auf Unternehmen der Branche haben, die Zertifikate von Nicht-EU-Lieferanten einholen müssen. Diese verfügen nicht immer über ähnliche Vorschriften wie in Europa für den Export dieser Rohstoffe.
Der CBAM wurde 2023 als Teil des „Fit-for-55“-Pakets des Green Deals mit dem Ziel eingeführt, die CO2-Emissionen bis 2030 um 55 % zu reduzieren.
Quelle: eirna.de
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