Die EU-Kommission fordert jetzt, daß Griechenland zusätzlich zu den gerade vereinbarten Kürzungen noch mal 5,5% des Bruttoinlandsprodukt einsparen soll. Das bedeutet weitere Einschnitte in den Gesundheits- und Sozialausgaben und bei den Beschäftigten des Öffentlichen Sektors.
Die EU-Kommission fordert jetzt, daß Griechenland zusätzlich zu den gerade vereinbarten Kürzungen noch mal 5,5% des Bruttoinlandsprodukt einsparen soll. Das bedeutet weitere Einschnitte in den Gesundheits- und Sozialausgaben und bei den Beschäftigten des Öffentlichen Sektors.
Schon jetzt wurden die Arbeitslosengelder um 25% gestrichen und im letzten Monat der Mindestlohn um 22% gekürzt. Die Arbeitslosenbezüge wurden von 461 € auf 360 € reduziert und Zahlungen für Langzeitarbeitslose von 200 € auf 156 € im Monat gesenkt. Unterstützungszahlungen für arme Familien wurden von 98 € auf 77 € zusammengestrichen. Im Dezember lag die Arbeitslosigkeit bei 21%.
Offenbar sollen die Löhne auf afrikanisches Niveau gesenkt werden. So streiken die Stahlarbeiter der Hellenischen Stahlwerks Halyvourgia bereits seit fünf Monaten, um sich gegen eine 40%ige Lohnkürzung zur Wehr zu setzen. Arbeitern mit 15jähriger Beschäftigungszeit, die 1100,- € im Monat verdienen, sollen die Löhne auf 650 € gekürzt werden! Der neue Mindestlohn wird auf 550 € pro Monat festgesetzt.
Die griechische Industrieproduktion fiel im Januar um 5% im Jahresvergleich, nachdem sie schon im Dezember um 11,3% zusammengebrochen war. Das berichtet die Hellenische Statistikbehörde (Elstat). Die Stromproduktion im Januar sank um 5,5%, während der gütererzeugende Sektor um 6,3% kollabierte. Das griechische BIP schrumpfte im 4. Quartal um 7,5%, nach einem Rückgang um 5% im vorherigen Quartal.
Ein Indikator für den Kollaps des Lebensstandards ist die Tatsache, daß Diebstähle jeder Art im Jahre 2011 um 10% angestiegen sind.
Wer wird als nächster vom „Aufschwung“ profitieren?