Ex-Diplomaten und Regierungsvertreter fordern verstärkte Diplomatie gegenüber Iran

23.12.2011
Ex-Diplomaten und Regierungsvertreter fordern verstärkte Diplomatie gegenüber Iran elke 23.12.2011

Eine Gruppe von 15 ehemaligen Regierungsvertretern, Offizieren, Diplomaten und Experten für die Nicht-Weiterverbreitung [von Atomwaffen] richtete am 15. Dezember einen Brief an das Weiße Haus, in dem sie vor der „Wahrscheinlichkeit einer verhängnisvollen Militärkonfrontation“ warnten, wenn gegenüber dem Iran die diplomatischen Anstrengungen nicht erneuert werden. Die meisten der Unterzeichner sind Amerikaner, aber auch Diplomaten aus Frankreich, Großbritannien und Italien gehören zu der Gruppe. Ihr Brief wurde am 19. Dezember von NIAC News (National Iranian American Council) veröffentlicht.

Der Brief an Präsident Obama trägt die Überschrift „Für eine diplomatische Lösung der iranischen Atomfrage“. Darin heißt es:

„Fehlender diplomatischer Fortschritt in Bezug auf den Iran ließ von einigen die Forderung laut werden, die diplomatische Option vom Tisch zu nehmen. Wir sind besorgt, dass ein derartiger Schritt sowohl die Fähigkeit der USA, einen atomar bewaffneten Iran zu verhindern, begrenzen würde, als auch die Fähigkeit der internationalen Gemeinschaft, die Menschenrechtssituation im Iran effektiv anzusprechen. Ebenso würde der internationale Druck auf den Iran wegen der Skepsis über die Motive der USA nachlassen, sowie die Wahrscheinlichkeit einer militärischen Konfrontation erhöht.“

Der Brief gibt genauere Hinweise, wie die Diskussionen über die Ziele des Iran wegen der Urananreicherung geht, um den Zugang zu Brennstoff für den Teheraner Forschungsreaktor und weitere konkrete Fragen.

Zu den Unterzeichnern gehören u.a.: Generalleutnant a.D. Robert G. Gard, Jr. (USA); Lawrence Korb, ehemaliger Ministerialdirektor im US-Verteidigungsministerium; Trita Parsi, Präsident des National Iranian American Council; Thomas Pickering, ehemaliger US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, in Russland, Indien, Israel, Nigeria, Jordanien und El Salvador; und drei ehemalige Botschafter, die im Iran tätig waren: François Nicoullaud (Frankreich); Roberto Toscano (Italien) und Richard Dalton (Großbritannien).

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