EZB zum Öffnen der Schleusentore verdonnert

30.09.2007
EZB zum Öffnen der Schleusentore verdonnert admin 30.09.2007

Laut der italienischen Zeitung Il Sole 24 Ore hat die Deutsche Bank in einer Veröffentlichung prognostiziert, daß die Europäische Zentralbank (EZB) in den ersten 6 Monaten des nächsten Jahres den für die Geldvergabe der Zentralbanken so wichtigen Diskontsatz um einen halben Prozentpunkt senken will. Damit knüpft sie an ähnliche, frühere Prognosen von Bear Stearns und der Royal Bank of Scotland an. Die EZB hatte die Zinsen bereits bei 4% gehalten und damit Inflationsbefürchtungen zugunsten der Hedge Funds arglos beiseite geschoben. Jetzt soll der Wandel vollendet werden, wenn die EZB der amerikanischen Zentralbank (Federal Reserve) nacheifert, indem nun auch sie die Schleusentore öffnen!

Die EZB setzt sich aus den Zentralbanken der Eurozonenländer zusammen und gilt offiziell zwar als „unabhängig“, doch tatsächlich stehen all diese Zentralbanken unter der Kontrolle der Privatbanken. Die Deutsche Bank spricht hier also als einer der Hauptaktionäre, auch im Namen anderer Aktionäre oder eines namhaften Anteils des Vorstandes. Was die Royal Bank of Scotland angeht, die ja als erste einen Wandel in der Politik der EZB ankündigte, so ist sie die Vertreterin der Oligarchie, welche der Deutschen und anderen Banken vorschreibt, was zu tun ist. Wie die Sklavenhalter gegenüber ihren „unabhängigen“ Sklaven also: Öffnet die Schleusen! Weimar 1923 läßt grüßen!

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