EZB: Systemische Krise in Euroland hochexplosiv

20.12.2011
EZB: Systemische Krise in Euroland hochexplosiv elke 20.12.2011

Es wird höchste Zeit, die EU-Titanic endlich abzuwracken, bevor wir alle damit den Eisberg rammen.


Es wird höchste Zeit, die EU-Titanic endlich abzuwracken, bevor wir alle damit den Eisberg rammen.

Selbst die EZB muß es jetzt zugeben: Wir haben es mit einer „systemischen Krise“ zu tun, die „hochexplosiv“ sei, heißt es im gestern veröffentlichten Halbjahresbericht zur Finanzstabilität im Euro-Raum. Die „Geldversorgung für die privaten Banken“ werde immer schlechter, die Konjunkturperspektiven verschlechterten sich, während die Kreditausfallrisiken der Banken stiegen. Und das alles trotz der enormen Geldpumperei der EZB an den Finanzsektor! Im verqueren Banker-Deutsch hört sich das so an: „Unter dem Strich hat sich die Übertragung von Anspannungen zwischen Ländern quer durch den Bankensektor und zwischen diesen Bereichen so stark intensiviert, daß die Krise systemische Ausmaße erreicht hat, wie sie seit dem Zusammenbruch von Lehman Brothers nicht mehr beobachtet wurden.“ Das ist jedoch wiederum höchst untertrieben und natürlich fällt der EZB nichts anderes ein, als die „langsamen Regierungen“ verantwortlich zu machen und mehr Spardiktat zu verlangen.

Der neue EZB-Chef Draghi versuchte offenbar während seiner Rede vor dem Europa-Parlament die Öffentlichkeit auf noch mehr vom selben Wahnsinn – Austerität gepaart mit Hyperinflation – einzustimmen. Der Druck auf die Anleihemärkte würde im ersten Quartal 2012 außergewöhnlich sein. 230 Mrd. € Bankanleihen, bis zu 300 Mrd. € Staatsanleihen und 200 Mrd. CDOs seien dann allein im ersten Quartal 2012 fällig und die Banken in einer Kreditklemme. Und, sollte das französische Kreditrating heruntergestuft werden, so Draghi, würde das auf den EFSF-Retttungsmechanismus „negative Auswirkungen“ haben. Man untersuche bereits Wege, was man tut, wenn es, wie angenommen, dazu kommt, daß Standard & Poor’s Frankreich diese Woche vom AAA-Status herabstuft; Fitch hat das bereits mit zwei französischen Großbanken, Crédit Mutuel und Crédit Agricole, getan.

Schließlich bleibt noch hinzuzufügen, daß beim gestrigen Konferenzgespräch der EU-Finanzminister der britische Schatzkanzler George Osborne es ablehnte, 30 Mrd. € für die geplanten 200 Mrd. € an den IWF beizusteuern, mit denen dieser dann „den Euro retten“ soll.

Dieses System ist am Ende! Wir brauchen:

Die Abschreibung von Billionen Dollars wertloser spekulativer Papiere durch eine Bankentrennung und Regulierung nach Glass-Steagall

Für Europa die Kündigung der Verträge von Maastricht und Lissabon und die Annahme eines Systems fester Wechselkurse zwischen souveränen Landeswährungen

Die Schaffung von internationalem Kredit durch vertragliche Vereinbarungen über internationale und nationale Entwicklungsprojekte.

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