Während China und Rußland wirtschaftlich erstarken, steht die transatlantische Welt vor der nächsten Finanzkrise. Der Traum der unipolaren Welt ist ausgeträumt, das anglo-amerikanische Empire sieht seine Felle davonschwimmen. Ist das der Grund für die schrillen Töne aus London? Einige Kommentare der letzten Tage:
Ein anderer Analyst, Marcello Ferrada de Noli, Gründer des von „Schwedischen Ärzten für Menschenrechte“ herausgegebenen Magazins Indicter, bezeichnete die Anschuldigung, Rußland habe einen früheren Spion, der nicht länger eine Gefahr für Rußlands Sicherheit darstellt, in Großbritannien mit einer aufsehenerregenden Aktion beseitigen wollen, als „absurd“. De Noli sagte außerdem zu dem Nervengas Novichock, dieses sei ursprünglich nicht in Rußland, sondern in Usbekistan produziert worden. Nach 1991 habe Usbekistan mit den Vereinigten Staaten bei der Reinigung der Labors zusammengearbeitet. Es sei nicht auszuschließen, daß das Nervengas aus Usbekistan herausgeschmuggelt worden sei.
Ferner wird Nikolai Kovalev, früherer Direktor des Russischen Föderalen Sicherheitsdienstes (FSB) zitiert: „ Es sieht so aus, als seien britische Geheimdienste darin verwickelt. [Überläufer] stehen total unter Überwachung… Die Geheimdienste verfolgen sie, sie wissen, wo sie sind und kennen ihre Termine. Und dann gibt es solche eigenartigen Ereignisse [eine Serie von Mordanschlägen] hintereinander…“
Der frühere britische Botschafter in Usbekistan,