Am Mittwoch, dem 12. November, traf sich der Präsident der New Yorker Federal Reserve, John C. Williams, mit Chefs von Wall-Street-Banken, um darüber zu diskutieren, in der nächsten Zeit über das Repo-Fenster der Fed, SRF (Standing Repo Facility), das Finanzsystem funktionsfähig zu halten. „Präsident Williams lud die wichtigsten Handelspartner (Primary Dealer) der New Yorker Fed ein, um die Nutzung der Standing Repo Facility als Instrument der Geldpolitik weiter zu besprechen“, berichtete Reuters. Die SRF ermöglicht es Banken, Anleihen und Wertpapiere aus ihrem Besitz an die Fed zu verkaufen und so Liquidität in ihren Büchern zu schaffen. Mit anderen Worten: eine Geldspritze, um die Märkte bei Laune zu halten.
Die Fed bereitet sich so auf kommende finanzielle Schocks und einen akuten Liquiditätsbedarf der Banken vor. Reuters nennt als Gründe für die erwartete höhere Kreditaufnahme steigende Geldmarktzinsen und den Leitzins der Fed, aber das ist mit Vorsicht zu genießen. Der Hauptgrund für die Nervosität der Banker ist, dass ihre Blase platzt, insbesondere im Bereich der KI-Investitionen. Ende Oktober stellte die Fed über die SRF kurzfristig 50 Milliarden Dollar bereit – die größte Summe seit 2020 –, was darauf hindeutet, dass schwierige Zeiten bevorstehen.
Quelle: eirna.de