Financial Times über die Hyperinflationspläne der Federal Reserve

14.09.2007
Financial Times über die Hyperinflationspläne der Federal Reserve admin 14.09.2007

Die Londoner Financial Times berichtete diese Woche über Pläne der Federal Reserve (Fed), Hyperinflation als ihre Antwort auf die Zusammenbruchskrise zu akzeptieren. Der Financial Times zu Folge sieht sich die Fed nach „rostigen Wertkzeugen" um, um Banken und Nicht-Banken (z.B. Hedgefonds und dergleichen) zu helfen, während sich der Zeitpunkt der Ankündigung der neuen Zinsrate am 18. September nähert.

Ein möglicher Schritt wäre eine große Kürzung des Diskontsatzes, zu dem die Fed direkt an die Banken leiht, als einfach die staatlichen Geldanleihezinsen zu senken. Zum Beispiel, wenn die Fed den Geldanleihezins um 25 Basispunkte kürzt, könnte sie den Diskontsatz um 50 oder 75 Basispunkte kürzen, und somit den effektiven Nachteil beim direkten Ausleihen reduzieren oder gar vermeiden.

Zu den "unorthodoxen Maßnahmen", welche "über die Banken auch auf den gestreßten Finanzsektor der Nichtbanken und die notleidenden Märkte der wertebesicherten Handelspapiere und der nichtstaatlichen Hypotheken" hinaus reichen, gehören

1. die Gründung einer Einrichtung, um gegen Pfand direkt an Nicht-Banken zu verleihen (wie beim S&L-Programm 1989);

2. Währungsswaps mit den europäischen Zentralbanken zu vereinbaren, um mit dem Druck auf die Offshore-Dollarmärkte umzugehen (wie bei den Maßnahmen nach 11. September);

3. Schaffung einer temporären speziellen Liquiditätskreditfaszilität, welche Wertpapiere diskontiert und den Verkauf von Abrufoptionen akzeptiert, die die Banken das Recht verleiht, künftig Kredite der Fed zu garantierten Zinssätzen anzuzapfen.

„Keiner dieser Schritte scheint unmittelbar bevorzustehen, aber ihr Gebrauch sollte nicht ausgeschlossen werden", meint die Financial Times.

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