Frankreich: Hyperinflation führt zu Versorgungsengpaß

04.11.2007
Frankreich: Hyperinflation führt zu Versorgungsengpaß admin 04.11.2007

„Leere Regale, wo vorher die Pasta angeboten wurde", ist die
Schlagzeile eines Artikels in Le Figaro
am 31. Oktober. Nur Tage nach den Warnungen von Jacques Cheminade, dass die
Vorräte aufgrund massiver Spekulation ausgehen würden, berichtet die Zeitung,
dass in einigen Regionen Frankreichs große Einzelhandelsketten wie Leclerc,
Intermarche und Casino keine gewöhnliche Pasta mehr anbieten.

„Wird die Pasta zu einem Luxusartikel?" fragt Le Figaro. „Dieses Nahrungsmittel,
welches von Franzosen im Durchschnitt mindestens dreimal pro Woche verzehrt
wird, wird durch den Engpass in der Versorgung mit der wesentlichen Zutat, dem Hartweizen, verknappt."

In einer Umkehr von Ursache und Wirkung sagt der Autor: „Das
Ergebnis ist: In vier Monaten hat sich der Weizenpreis fast verdreifacht, von
170 Euro auf fast 500 Euro pro Tonne. Das ist ausreichend um ein kleines
Erdbeben in dem Sektor auszulösen." Die Zeitung sagt, schlechte Ernten in den weizenanbauenden Ländern seien Schuld an der Krise, und dass „die Krise nicht
vor der nächsten geplanten Ernte im Juni besser verschwinden wird."

Bei der Analyse des Preisschocks auf Vertreiber
bemerkt Le Figaro, dass die
italienischen Pastahersteller wie Panzani und Barilla erfolgreich
Preissteigerungen von 21% und 20% aushandeln konnten, aber dennoch schwere
Verluste erleiden. Es geht sogar soweit, dass die Barilla Familie den Geschäftsführer Gian Luca Bolla
wegen „Fehlmanagement des problematischen Rohstoffes" entlassen hat. Dies Berichtete eine Quelle, die der Familie nahe stehen soll.

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