Französische Regierung „aufs heftigste“ gegen eine Bad Bank

08.02.2009
Französische Regierung „aufs heftigste“ gegen eine Bad Bank admin 08.02.2009

Die französische Zeitung Le Figaro berichtete gestern in ihrem Wirtschaftsteil, dass die französische Regierung „aufs heftigste“ gegen die Schaffung einer Bad Bank ist. Der Artikel berichtet über Diskussionen auf europäischer Ebene, dass angesichts der massiven Rettungsaktionen, mit denen im Januar einige große Banken gerettet werden mussten, die Schaffung einer Bad Bank notwendig sei. „Je weiter die Diskussion fortschreitet, desto weniger überzeugend ist diese Idee. In Washington ist immer weniger davon die Rede. In Europa hat Deutschland, welches kurz vor dem ersten Schritt war, einen Rückzieher gemacht, und in Frankreich ist die Regierung aufs heftigste gegen diese Idee.“ Dies vor allem wegen des desaströsen Präzedenzfalls der Crédit Lyonnais in den 1990ern.

Was ist der Grund dafür?

„Die politischen, finanziellen und technischen Nachteile einer Bad Bank sind zahlreich. Wenn der Staat gefährdete Kredite und andere toxische Instrumente einer Bank oder des ganzen Finanzsystems übernimmt, bedeutet dies gleichzeitig die Ankündigung von exorbitanten Kosten, die auf den Steuerzahler zukommen … Die Gefahr, dass sich in dem jetzt schon unruhigen, Anleihemarkt Angst breit machen würde und eine Flucht aus den Staatsanleihen einsetzt, ist groß,“ sagte der französische Präsident Sarkozy laut Le Figaro.

Die Vernunft ist anscheinend doch noch nicht ganz von diesem Planeten verschwunden.

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