Am 28. September äußerte Lyndon LaRouche seine Unterstützung der Initiative des israelischen Präsidenten Shimon Peres, Friedensverhandlungen mit Syrien zu beginnen. In seiner Erklärung betonte LaRouche, dass ein wichtiger Tagesordnungspunkt in diesen Verhandlungen die Entwicklung von Süßwasserressourcen und die mit Kernkraft betriebene Meerwasserentsalzung sein müsse. Letztere werde dazu führen, dass die insgesamt verfügbare Süßwassermenge massiv ausgeweitet würden. „Ist es nicht an der Zeit", fragte LaRouche, „für einen kriegsfesten Aufbau der nuklearen Meerwasserentsalzung? Wäre Syrien nicht der offensichtliche Partner Israels in einem solchen Abkommen?"
Im Verlauf des letzten Jahres haben alle Länder der Region Anstalten gemacht, Kernreaktoren für die Stromversorgung und die Meerwasserentsalzung zu beschaffen. Im letzten
August kündigte der israelische Infrastrukturminister Benjamin Ben
Eliezer Israels Absichten an, ein Kernkraftwerk für die Stromerzeugung
und die Wasserentsalzung zu bauen. Dabei wolle Israel mit einem
Nachbarland zusammenarbeiten. Ein Hindernis hierbei ist, dass Israel
den Atomwaffensperrvertrag nicht unterschrieben hat und eine
nichterklärte Atommacht mit angeblich 200 Sprengköpfen ist. Israel ist
verschiedenen Berichten zufolge an die Gruppe der Atomversorger (NSG)
der internationalen Atomenergiebehörde IAEA herangetreten, um eine
Ausnahmegenehmigung der NSG wie diejenige, die Indien genießt, zu
bekommen. Dies könnte aber nur im Rahmen von Friedensverhandlungen in
der Region stattfinden, die zu konkreter Zusammenarbeit zwischen den
verschiedenen Ländern dort führen müssen.
Im August hat Jordanien, das ein Friedensabkommen mit Israel hat, durch sein Komitee für Atomenergie-Strategie bekannt gegeben, dass es beabsichtigt, bis 2015 einen Kernreaktor gebaut zu haben, und bis 2030 über 30% seiner Energieversorgung aus Kernkraft beziehen will. Es gibt in Jordanien zusätzlich Uranvorkommen, die entwickelt werden könnten.
Ein weiteres Land mit einem Friedensabkommen mit Israel ist Ägypten. 2006 machte die ägyptische Regierung die Vollendung einer Machbarkeitsstudie für einen Kernreaktor zur Stromversorgung und Meerwasserentsalzung in El Dabaa am Mittelmeer bekannt. Bis zum Jahr 2015 hofft die Regierung den 1000 Megawatt Reaktor gebaut zu haben.
Syrien, das eine chronische Unterversorgung an Elektrizität hat,
überlegt schon seit 10 Jahren, ein Kernkraftwerk zu bauen. Im Jahr 2003
gab es ernsthafte Diskussionen mit Russland um den Verkauf eines 2
Milliarden US-Dollar Kernkraftwerkes für Strom und Entsalzung. Diese
Pläne sind von Russland erst einmal zurückgestellt worden. Der Grund
dafür ist die aggressive Politik der Bush Regierung gegen den Iran und
der anhaltende Druck der USA auf Russland wegen des Baus des iranischen
Kernkraftwerkes in Bushehr.
Alle diese Projekte sollten in ein regionales Programm wie den von LaRouche vorgeschlagenen „Oasen Plan" durch Transportinfrastruktur integriert werden. ES sind drei Jahrzehnte vergangen, seit Herr LaRouche diesen Vorschlag machte, und die Zeit ist heute dafür reifer als je zuvor. Das einzige was notwendig ist, um damit zu beginnen, ist das der US-Kongress Herrn LaRouches Aufruf zur Amtsenthebung von Cheney befolgt, und damit das größte Hindernis für Frieden in der Region ausräumt.