Robert Kelley, der frühere IAEA-Chefwaffeninspektor im Irak (2002-2003) forderte in einem ausführlichen Exklusiv-Interview mit der von Lyndon LaRouche gegründeten Nachrichtenagentur EIR das Gouverneursgremium der Internationalen Atomenergiebehörde dazu auf, den IAEA-Bericht vom November 2011 über das angebliche Waffenprogramm des Iran genauestens auf betrügerische Informationen und mögliche Verfälschungen zu untersuchen. Auch der frühere IAEA-Direktor Mohamed El-Baradei hatte die Aussagen des Berichtes, der vom jetzigen Generaldirektor Yujikya Amano vorgestellt wurde, als „nicht authentisch“ zurückgewiesen. Das EIR-Interview mit Robert Kelley wird in Kürze auf englisch verfügbar sein.
Jetzt behauptete IAEA-Generaldirektor Yukiya Amano vor dem Gouverneursrat der IAEA erneut, man habe „ernsthafte Bedenken über mögliche militärische Dimensionen des iranischen Nuklearprogramms. …“ Der Iran sei nicht ausreichend kooperativ und die IAEA könne nicht mit Sicherheit sagen, daß alles Nuklearmaterial im Iran für friedliche Aktivitäten genutzt würde. Diese Aussage Amanos war zeitlich abgestimmt mit dem amerikanisch-britisch-französischen Versuch, eine Resolution gegen den Iran zu verabschieden, die das Land für angebliche Nicht-Kooperation mit IAEA-Inspektoren im Januar und Februar verurteilen sollte. Wie nicht-westliche Nachrichtenagenturen berichten (so z.B. die „China Post/Taiwan“ lehnen eine Reihe von Diplomaten im IAEA-Gouverneursrat, besonders aus Russland und China, eine solche Resolution als unbegründet und unnötig ab. Vor allem die Nicht-Paktgebundenen Bewegung (NAM) besteht darauf, daß der Westen an den P5+1-Gespräche mit dem Iran, denen das Land zugestimmt hat, festhält.
In einem wichtigen Schritt erhielt der Gouverneursrat vom Iran ein ausführliches Kommunique über die zwei Besuche der IAEA-Inspektoren, die getroffenen Vereinbarungen und Parameter für Gespräche und Inspektionen, denen der Iran zugestimmt hat. Die iranische Nachrichtenagentur IRNA veröffentlichte das Kommuniqué am Montag Abend.