Die italienische Tageszeitung Corriere della Sera berichtete am 24. Januar über Einzelheiten eines Planes des italienischen Finanzministeriums zur Rettung der Banken, die an die Öffentlichkeit durchsickerten. Während in anderen Ländern bereits große Summen zu Rettung der Banken geflossen sind, ist in Italien noch kein Euro geflossen.
Laut diesen Informationen sollen Banken, die öffentliche Gelder brauchen, diese zu einer jährlichen Zinsrate von über 20 % bekommen. Der Autor Massimo Mucchetti schreibt dazu: „Da der Staat kein Wucherer ist, scheint der Zweck einer solchen Verzinsung von staatlichen Finanzinvestitionen ein rechtschaffener zu sein: man will die, die solche Gelder beantragen könnten, abschrecken.“
Das Angebot des Finanzministerium, schreibt Mucchetti weiter, sei folgendes: Die Regierung stellt Anleihen ohne feste Laufzeit zur Verfügung, welche die Banken gegen einen Aufschlag zurückgeben können. Der Aufschlag beträgt 10% für in den ersten 12 Monate und 20% innerhalb von 3 Jahren. Die Zinsrate liegt bei 7,5-8,5%. Mucchetti errechnet daraus einen effektiven Zinssatz von 26%, wenn die Bank das Geld für ein Jahr hält.