Vor dem G20-Treffen: China intensiviert Mobilisierung für Seidenstraße

19.08.2016
Vor dem G20-Treffen: China intensiviert Mobilisierung für Seidenstraße elke 19.08.2016

Mit einer Serie von Konferenzen intensiviert die chinesische Regierung vor dem in Hangzhou Anfang September stattfindenden G20-Gipfel ihre Aktivitäten für die verschiedenen Komponenten ihrer Seidenstraßen-Politik.

Am 17. August fand in Beijing ein großes Symposiumstatt, an dem Präsident Xi Jinping, Vizepremier Zhang Gaoli, dem Vorsitzenden der Nationalen Entwicklungs- und Reformkomission Xu Shaoshi, Außenminister Wang Yi, den Parteichefs der Provinzen Fujian, Xinjiang, Guandong und Shaanxi sowie Experten von Denkfabriken teilnahmen.


Mit einer Serie von Konferenzen intensiviert die chinesische Regierung vor dem in Hangzhou Anfang September stattfindenden G20-Gipfel ihre Aktivitäten für die verschiedenen Komponenten ihrer Seidenstraßen-Politik.

Am 17. August fand in Beijing ein großes Symposiumstatt, an dem Präsident Xi Jinping, Vizepremier Zhang Gaoli, dem Vorsitzenden der Nationalen Entwicklungs- und Reformkomission Xu Shaoshi, Außenminister Wang Yi, den Parteichefs der Provinzen Fujian, Xinjiang, Guandong und Shaanxi sowie Experten von Denkfabriken teilnahmen.

Präsident Xi berichtete darüber, daß sich mittlerweile über 100 Länder und internationale Organisationen an der Seidenstraßen-Initiative beteiligen. China habe mit mehr als 30 Ländern entlang dem Wirtschaftsgürtel als auch der Maritimen Seidenstraße Abkommen geschlossen, wobei dies bei 20 Ländern auch industrielle Kooperation umfaßt. Xi sagte, der Fortschritt und die Resultate hätten die bisherigen Erwartungen übertroffen. Er bezeichnete die Initiative als einen „Wendepunkt“ für die transnationale Kooperation und Industrieinvestitionen, besonders vor dem Hintergrund der schwächelnden Weltwirtschaft. Die Initiative werde „….dazu beitragen, die Weltwirtschaft durch industrielle Kooperation zwischen China und den Ländern entlang der Seidenstraße zu stabilisieren, indem deren Industrialisierung und Modernisierung ebenso wie ihre Infrastruktur vorangebracht wird.“ Xi betonte auch, er wolle mit der Umsetzung der Seidenstraßenprojekte „ein neues Finanzdenken“ befördern, das langfristig, stabil und frei von Finanzkrisen sei.

Hong Pingfan, Direktor für Entwicklungspolitik und Analysen bei der Abteilung für Wirtschafts- und soziale Fragen bei der UN betonte die kontinentale Dimension der „Gürtel und Straßen“-Politik. Sie verbinde in Asien, Europa und Afrika die pulsierende ostasiatische Wirtschaftszone auf der einen und die industrielle europäische Wirtschaftszone miteinander und umfasse Länder mit einem großen wirtschaftlichen Entwicklungspotential. Dies betreffe etwa 60 Länder entlang der Seidenstraße, 60% der Weltbevölkerung, 30% des Weltsozialprodukts und 40% des Welthandels. Über 50% der Bevölkerung lebe unterhalb der extremen Armutsgrenze, was einerseits eine große Herausforderung aber auch ein großes Entwicklungspotential repräsentiere.

Außerdem fand eine wichtige Seidenstraßen-Konferenz in Singapur statt, bei der frühere chinesische Außenminister Li Zhaoxing sprach. People’s Daily organisierte zu dem Thema eine große Konferenz für internationale Medien und die Nachrichtenagentur Xinhua organisiert eine Reise für Journalisten, die in zehn Bussen die an der Seidenstraße beteiligten Nationen in Zentralasien, Nahost und Europa besuchen werden.

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