Pietro Salini, CEO des Unternehmens WeBuild, das den Grand Ethiopian Renaissance Dam (GERD) gebaut hat, bezeichnete gegenüber der italienischen Tageszeitung Il Messaggero dieses Projekt als Vorbild dafür, wie strategische Infrastrukturen das Gesicht einer ganzen Region verändern können. „Es ist ein gigantisches Projekt“, so Salini, der am 9. September bei der Einweihung des GERD in Addis Abeba anwesend war. „Wir haben den Lauf des Blauen Nils umgeleitet und zwei Dämme gebaut, die einen 172 km langen Stausee mit Strukturen zur kontrollierten Wasserbewirtschaftung geschaffen haben. Das Projekt erforderte zwei große Bauvorhaben in einem Gebiet ohne jegliche Infrastruktur, an denen 25.000 Menschen aus der Region und aus Italien mitgearbeitet haben.“
„GERD ist das Symbol für ein Afrika, das sich mit Mut und Weitsicht für Investitionen in seine eigene Zukunft entscheidet. Der Damm wurde vollständig von der Regierung und der Bevölkerung Äthiopiens finanziert, was zeigt, dass es möglich ist, auch unter schwierigen Bedingungen große Bauwerke zu errichten, wenn Entschlossenheit und Zuversicht vorhanden sind. Das Projekt ist ein vorbildliches Modell und zeigt, wie strategische Projekte echte Entwicklung bewirken können.“
Salini betonte, dass GERD „auch eine Botschaft an unser eigenes Land [Italien] ist: Großprojekte erfordern Weitsicht, Ausdauer und Zusammenarbeit. Und wenn sie fertig sind, verändern sie das Leben von Millionen von Menschen zum Besseren, wie im Fall der Brücke“ über die Straße von Messina. (WeBuild ist der führende Partner im Eurolink-Konsortium, das die Messina-Brücke bauen wird. (Nach 50 Jahren Diskussion und Widerstand von Umweltschützern und der internationalen Gemeinschaft wurde das Messina-Brückenprojekt vor kurzem endlich genehmigt.)
Wie so oft, wenn „der Sieg viele Väter hat“, versuchte die regierungsfreundliche Tageszeitung Il Messaggero, das GERD-Projekt der Regierung Meloni zuzuschreiben. Der Interviewer fragte Pietro Salini: „Welche Rolle spielt das GERD-Projekt im Mattei-Plan, den die Regierung für Afrika konzipiert hat?“ Salini antwortete diplomatisch, dass „das GERD-Projekt 2011 gestartet wurde“ (also lange vor dem Mattei-Plan), aber „mit den allgemeinen Zielen“ des Mattei-Plans übereinstimme.
Quelle: eirna.de