Hinter der gewaltsamen Propaganda für einen weiteren Krieg im Libanon

11.07.2007
Hinter der gewaltsamen Propaganda für einen weiteren Krieg im Libanon admin 11.07.2007

In einer Diskussion wies ein führender libanesischer Journalist heute die Analysten von EIR und der BüSo auf eine ganze Reihe von hetzerischen Medienberichten hin. Er stellte die Frage: „Was ist die Ursache für diese Berichte? Sie sind nicht wahr. Nichts davon passiert tatsächlich hier vor Ort.“

Der Bericht, der in den vergangenen Tagen in der ganzen Welt veröffentlicht wurde, besagt, Syrien bereite sich auf einen Krieg vor, indem es Studenten und Gastarbeiter aus dem Libanon einziehe. Der Journalist sagte, auch wenn vielleicht einige Studenten aus dem Libanon nach Syrien zurückkehrten, treffe die Mehrheit der im Libanon lebenden Syrer keine Vorbereitungen, das Land zu verlassen. „Es ist vollkommen unbedeutend, wenn einige Studenten den Libanon verlassen.“, sagte er.

Ein aufrührerischer Artikel des neokonservativen Barry Rubin mit dem Titel „Mit Syrien endlich Ernst machen“ erschien in der Jerusalem Post vom 10. Juli. Der Artikel zitiert den israelischen Verteidigungsminister Barak: „Wir müssen die Abschreckungskraft der Israelischen Armee wiederherstellen.“ Rubin insistiert, Syrien müsse dazu gezwungen werden, zu glauben, dass sie der Staat sein würden, der den Preis zahlen müsse, wenn es einen eventuellen Konflikt mit der Hezbollah wie vor dem Krieg Israels gegen den Libanon im letzten Sommer gebe. Wie ein Schulhof-Tyrann spottet Rubin: „Wenn Abschreckung zur Durchsetzung wird, dann sollten die Kanonen in die richtige Richtung zeigen. Sollen die syrischen Herrscher, die jetzt noch schwadronieren, lieber erzittern.“

Pflichtgemäß melden sich auch die üblichen neokonservativen Verdächtigen mit Verbindungen zur sogenannten Clean Break Doktrin, um die Drehbücher für die Agit-Propaganda dieses Sommers zu liefern. Am 8. Juli erschien bei National Review Online ein Artikel des ansonsten verbrauchten „libanesischen Ahmed Chalabi“, Walid Phares, indem dieser fragt: „Ist ein Staatsstreich der Hezbollah für diesen Sommer geplant?“ MEMRI (Middle East Media Research Institut), eine wütend neokonservative Truppe (mit Tentakeln in Berlin – Anm. des Übersetzers), hat schon die Regieanweisungen in einer Sonderveröffentlichung am 6. Juli herausgebracht. Sie zielen in dem Schreiben auf Syrien, Iran und die Hezbollah. Der Artikel hat den Titel: „Möglicher Ausbruch von gewaltsamer Krise im Libanon nach dem 15. Juli?“

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