Gipfeltreffen zur Globalen Entwicklungsinitiative in Peking

29.07.2026
Gipfeltreffen zur Globalen Entwicklungsinitiative in Peking klaus 29.07.2026

Am 28. Juli hat China in Peking ein „Gipfeltreffen“ zur Globalen Entwicklungs Initiative (GEI) abgehalten. Die GEI wurde vor fünf Jahren von China ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es, „zusammenzuarbeiten, um eine bessere Zukunft durch nachhaltige Entwicklung zu schaffen“ – genau dieses Thema stand auch im Mittelpunkt des heutigen Treffens, das vom chinesischen Außenminister Wang Yi geleitet wurde. Laut CGTN nahmen Earle Courtenay Rattray, Stabschef des UN-Generalsekretärs, sowie die Botschafter der 83 Länder, die sich der „Gruppe der Freunde der GEI“ angeschlossen haben, und Vertreter der UN-Entwicklungsorganisationen in China teil.

Laut der Mitteilung des Außenministeriums vom 27. Juli sollte das Treffen dazu dienen, Ideen für ein schnelleres Vorankommen durch gemeinsame Anstrengungen im Rahmen des GEI auszutauschen, Prioritäten für die Zusammenarbeit zu bestimmen und den Beitrag der Initiative zur internationalen Gemeinschaft zu bewerten. In seiner Eröffnungsrede betonte Außenminister Wang, dass die „instabile internationale Lage“ es heute mehr denn je erforderlich mache, die Entwicklungsanstrengungen durch die GEI voranzutreiben. CGTN fasste vier Vorschläge zusammen, die Wang zur Diskussion stellte:

1. Stärkung der Solidarität und Zusammenarbeit, um eine friedliche Umgebung für Entwicklung zu schaffen,

2. Fortsetzung der Bereitstellung zusätzlicher Entwicklungsressourcen für Entwicklungsländer sowie die Beseitigung von Ungleichgewichten und Mängeln in der globalen Entwicklung,

3. Notwendigkeit gemeinsamer Anstrengungen im Bereich des gegenseitigen Lernens und der innovationsgetriebenen Entwicklung sowie

4. die Bedeutung einer besseren politischen Koordination zwischen den Ländern im Hinblick auf die Förderung des Multilateralismus und die Verbesserung der globalen Governance (z. B. die Funktionsweise der Vereinten Nationen).

Wang sprach über den Schlüssel zum Erfolg der GEI. „Chinas Entwicklung kann nicht von der weltweiten Entwicklung getrennt werden – und auch die globale Entwicklung benötigt Chinas Beteiligung“, so Wang. Er betonte erneut, dass China unabhängig von den Veränderungen in der internationalen Situation weiterhin „seine eigene Entwicklung eng mit der gemeinsamen Entwicklung aller Länder verbinden und als Förderer und Beitragender zur globalen Entwicklung fungieren“ werde.

Man vergleiche diesen Geist gemeinsamer Entwicklung mit den Nachrichten, die die Associated Press heute veröffentlicht hat. Die Trump-Regierung plant, die Finanzierung von Maßnahmen zur Eindämmung der wirtschaftlichen Entwicklungsprojekte Chinas in Asien, Afrika und Amerika um „hunderte Millionen Dollar“ zu erhöhen

Laut AP gibt es zwei entsprechende Initiativen: Am letzten Freitag informierte das Außenministerium den US-Kongress über Pläne, 175,8 Millionen Dollar in ein Unterwasserkabelprojekt in der Karibik und Mittelamerika zu investieren. Ziel sei es dabei, „zu verhindern, dass China dort Fuß fassen kann“. Zudem existiert laut AP ein interner Plan des US-Außenministeriums, demzufolge die Regierung weitere 340 Millionen Dollar in über 50 verschiedene Projekte weltweit investieren will, um China zu behindern. Mit diesen Maßnahmen soll verhindert werden, dass Entwicklungsländer mit China bei der Erforschung des Weltraums zusammenarbeiten, Häfen und andere „kritische Infrastrukturen“ entwickeln oder gar die Fähigkeit erlangen, ihre eigenen wichtigen Mineralvorkommen zu nutzen.

Quelle: eirna.de

Scroll to Top