Goldman Sachs feiert den Aufschwung, während die Realwirtschaft kollabiert

19.07.2009
Goldman Sachs feiert den Aufschwung, während die Realwirtschaft kollabiert admin 19.07.2009

Klaus Mangold, der Chef des Ostausschusses des BDI und Vorstand bei Daimler-Benz, machte letzte Woche seiner Verärgerung Luft über diejenigen, die die gigantischen Gewinne von Goldman Sachs als Beweis für den "Aufschwung" bezeichnen. Bei der abschließendes Sitzung des Petersburger Dialogs in München erklärte er, in Wirklichkeit kollabiere die Realwirtschaft immer dramatischer. Eine schlechte Nachricht nach der anderen käme aus den Bereichen des Maschinenbaus, des Automobil- und Stahlsektors und anderen Bereichen. Das Schlimmste würde erst für 2010 erwartet, auch weil die Banken der Industrie keine Kredite gewähren, wie sie es sollten.

Mangold stellte dies in den Zusammenhang mit dem Rückgang der Exporte um 30% im ersten Quartal 2009, speziell nach Rußland. Dieser betrifft hauptsächlich den Maschinenbausektor, als Ausdruck der Finanzkrise und der dadurch aufgekommenen Kreditknappheit für Industrie und Wirtschaft im allgemeinen.

Die Berichte über die Milliardengewinne von Goldman Sachs, die mit staatlichen Mitteln unterstützt wurden und ihre eigene Aktien auf den Markt warfen, die Berichte über eine generelle Rückkehr zum Alltag bei den Finanzspekulanten – und auf der anderen Seite der rasch fortschreitende Zusammenbruch der Realwirtschaft und die daraus folgende Verschlechterung des Lebensstandards zeigen die Größe der Krise. Die Kluft zwischen Finanzoligarchie und Vernunft wird immer deutlicher, so sowie die Gefahr, wenn man so weiter macht wie in den letzten Jahrzehnten. Es wird Zeit, endlich mit dieser Politik Schluß zu machen und wieder zum Aufbau einer Zukunft für alle zurückzukehren.

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