Graham Fuller, ehemaliger US-Diplomat und CIA-Beamter, ist Mitunterzeichner eines Memorandums an Präsident Trump, das am 5. November von der Führungsgruppe der Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS) herausgegeben wurde. Darin wird Präsident Trump davor gewarnt, die USA in einen „umfassenderen und/oder ‚ewigen‘ Krieg“ mit Venezuela zu stürzen. Der iberoamerikanische Redakteur von EIR, Dennis Small, interviewte Fuller am 7. November. Wie dringlich das Thema ist, wird an dem Umstand deutlich, dass die Flugzeugträgergruppe USS Gerald R. Ford derzeit auf dem Weg über den Atlantik zur venezolanischen Küste ist, wo sie voraussichtlich am 11. oder 12. November eintreffen wird.
Fuller erläuterte den Grund für die Warnung der VIPS: „Was geschieht hier? Warum erwägt die Trump-Regierung inmitten eines entsetzlichen Völkermordkriegs in Gaza einen neuen Krieg? Die Erklärung der VIPS ist als ‚Warnschuss‘ gedacht, um darauf hinzuweisen, dass wir in ein weiteres klassisches Kriegsszenario abdriften, das relativ sinnlos erscheint, nichts erreichen kann und die USA letztendlich in einem echten Morast versinken lässt.“
Fuller betonte, dass Russland, China und andere Nationen des Globalen Südens, wie beispielsweise die BRICS-Staaten, eine Welt, in der „die USA ihr Recht auf straffreies Handeln geltend machen“, nicht länger akzeptieren. Ein neues Paradigma der globalen Beziehungen werde gefordert und sei notwendig. Er erklärte, es sei der falsche Ansatz, wenn die USA sich mit China und Russland „anlegen“. Es müsse zu einer Veränderung der „potentiellen Natur der internationalen Beziehungen„kommen. „Ich möchte vor allem die Frage der Menschlichkeit hervorheben, über die Helga Zepp-LaRouche gesprochen hat. Wir sind nicht einfach Billardkugeln auf einem Tisch.“ In den USA müsse es zu einer Veränderung kommen, schloss Fuller: Das sei vor allem „eine Mentalitätsfrage“.