„The green, green grass of hope …??“

16.04.2009
„The green, green grass of hope …??“ admin 16.04.2009

Trotz Präsident Obamas "Glimmern der Hoffnung" am Horizont und Fed-Chef Bernankes Erscheinungen über "frisches Grün" geht der Wirtschaftskollaps in den USA unvermindert weiter. Am 15.4. berichtete selbst die Federal Reserve darüber, daß die Kapazitätsauslastung der Industrie in den USA im März mit 69,3% ihren niedrigsten Wert jemals ereichte (1/3 aller Industriakapazität wird also nicht genutzt). Außerdem gab es im Februar und März einen Anstieg der Insolvenzen von Hausbesitzern und Zwangsvollstreckungen. Der Rettungsplan der Regierung hatte den praktischen Effekt, daß die größten Hypothekenkreditinstitute Fannie Mae, Freddie Mac, Wells Fargo Bank nun ihre Moratorien auf Zwangsvollstreckungen gegenüber denjenigen Hausbesitzern beendeten, bei denen sie davon ausgehen, daß dies "hoffnungslose Fälle seien".

Aber was ist mit den großen Profiten wie beispielsweise bei Goldman Sachs, die am Montag soviel Begeisterung auslösten? Da war doch wirklich Kreativität im Spiel, was zumindestens einige Ökonomen wie Paul Krugman bemerkten! Goldman Sachs hatte nämlich erstens im großen Stil von den staatlichen Finanzrettungszahlungen für den Versicherungsriesen AIG profitiert, der diese Gelder (u.a.) direkt an Goldman Sachs weiterreichte. Außerdem beendete Goldman Sachs das Steuerjahr im Monat November, nachdem sie sich in eine Bank Holding Gesellschaft umgewandelt hatten. Durch diese Reorganisation fing dann das neue Steuerjahr im Januar an. Dazuwischen liegt aber bekanntlich Dezember, in diesem Fall ein sehr bequemes Plätzchen, um die Finanzpapierverluste (Securities) der Bank zu verbuchen. Berichten zufolge soll es sich dabei um 1 Mrd. € handeln.

Resumee: Alle "feel-good"-Manipulationen von Obamas Psychoberatern halten den freien Fall der US – und weltweiten Wirtschaft nicht auf. Die kommenden Wochen werden diese Realität auf die Tagesordnung setzen. Nur eine rigide Konkursreorganisation des bankrotten Finanzsystems wie von Lyndon LaRouche dargelegt, kann die Situation jetzt noch herumdrehen. Und jetzt, im 21. Jahrhundert verfügt die Menschheit über die wissenschaftlichen, technischen und ökonomischen Möglichkeiten, danach einen globalen Wirtschaftswachstumsprozeß auf diesem Planeten in Gang zu bringen, der eine wirkliche Perspektive für alle Völker bedeutet, statt nur eine kleine Klasse abgewirtschafteter Finanzoligarchen zu bedienen. In der Zusammenarbeit zwischen den USA – mit hoffentlich bald wieder vernünftigen Beratern des Präsidenten – , Rußland, China und Indien liegt dazu strategisch der Schlüssel. 

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