"Die ganzen Subventionen, die man in die Solarenergie steckt, sind verschwendetes Geld", sagte Patrick Moore, Mitbegründer von Greenpeace, in einem jüngst abgegebenen Interview. "Mit den 3,2 Milliarden Dollar, die Kalifornien als Subventionen in die Solarenergie investiert, könnte man ein 1000-Megawatt Kernkraftwerk bauen, und 10 mal mehr Energie in die Energieversorgung einspeisen; und zwar auf einer verlässlichen Basis". Moore sagte das gegenüber dem Nachrichtendienst CNet News.Com in einem Interview, das die Überschrift trug "Vom Öko-Krieger zum Kernkraft-Champion."
Moore sagte, daß er nach seinem Ausscheiden bei Greenpeace begann, die Energiepolitik neu zu überdenken: "[Ich] sah ein, daß ich Unrecht hatte mit meiner Analyse, daß die Kernkraft eine Art böses Komplott sei."
"Es ist unmöglich, daß Kalifornien seine Ziele [bei der Verringerung des Schadstoffausstoßes] ohne die Kernkraft bei der Energieversorgung erreichen kann", meinte Moore.
Ein kalifornisches Gesetz, das in den 1970er Jahren von dem neokonservativen Albert Wohlstetter und seinem grünen Kollegen Amory Lovins ausgearbeitet worden war, verbietet in Kalifornien jeden Neubau eines Kernkraftwerks, solange es kein nationales Endlager gibt. Wohlstetter und Lovins verbreiteten die Lüge, Kernbrennstoffabfälle seien gleichbedeutend mit einer Atombombe; gleichzeitig griffen sie die Idee einer Wiederaufbereitung abgebrannter Brennstäbe (wobei 97 Prozent wieder in neuen Brennstoff umgewandelt werden kann) scharf an. Und mit einer Angstkampagne blockierten sie jegliche Versuche, ein nationales Endlager zu errichten.