Die Entwicklungen in Griechenland sind exemplarisch dafür, daß Maastricht tot ist und Nationen selbstständig handeln, um sich in der gegenwärtigen akuten Zusammenbruchskrise selbst zu schützen und nicht auf Brüssel warten.
Gefolgt von einem Run der Anleger auf die Banken kündigte die griechische Regierung an, dass sie für alle Bankeinlagen des Landes völlig bürgen wird. Der griechische Finanzminister George Alogoskoufis sagte am Donnerstag, den 2.10., dass Griechenlands Bankensystem trotz der globalen Finanzkrise "total sicher und verlässlich" sei. "Ich muss auch betonen, dass für alle Anlagen der Bürger bei allen Banken, die in Griechenland operieren, völlig gebürgt wird… egal um welche Summen es sich handelt."
Ein Vertreter des Ministeriums bezeichnete Alogoskoufis‘ Pauschalbürgschaft als eine "politische Verpflichtungserklärung". Das griechische Bankensystem sei momentan nicht von der Krise gefährdet. Die Bürgschaft gilt für alle Banken, die in Griechenland tätig sind, was einen Finanzrahmen von 230Mrd € bedeutet. Bisher waren in Griechenland gesetzlich die ersten 20000 € jedes Bankkontos geschützt.
(Siehe dazu auch Helga Zepp-LaRouche: "Keine Zeit" für die EU-Kommission – jetzt sind souveräne Regierungen gefragt!)