Griffin: NASA-Haushalt reicht nicht, um vor den Chinesen zum Mond zurückzukehren

14.02.2008
Griffin: NASA-Haushalt reicht nicht, um vor den Chinesen zum Mond zurückzukehren admin 14.02.2008

(LPAC, 14. 2.) In einer Aussage vor dem Wissenschaftsausschuß des Repräsentantenhauses zu den von der Regierung beantragten NASA-Budget für das Haushaltsjahr 2009 warnte der NASA-Administrator Mike Griffin die Abgeordneten erneut, daß die USA beim gegenwärtigen Finanzierungsniveau fünf Jahre lang keine Möglichkeit haben werden, Astronauten in den Weltraum zu schicken, und daß China auf den Mond kommen werde, bevor die USA dorthin zurückkehren können.

Der NASA-Haushalt für 2009 in Höhe von 17,6 Mrd. $ unterstützt die erste bemannte Mission in der neuen Orion-Kapsel im März 2015, während das Space Shuttle Ende 2010 außer Dienst gestellt werden soll. Auf die Frage des Abg. Nick Lampson (D-Texas), was notwendig wäre, um diese Fünf-Jahre-Lücke zu schließen, sagte Griffin, jeder Monat außerhalb des jetzigen Plans würden 100 Mio. $ kosten. Von der technischen Seite her könne Orion frühestens im Herbst 2013 starten, wofür in den kommenden beiden Jahren jeweils 1 Mrd. $ zusätzlich benötigt würden. Wenn man die Inflation berücksichtige, habe die NASA seit 1992 mehr als 20 Mrd. $ verloren.

Der Ausschußvorsitzende Bart Gordon (D-Tennessee) erinnerte Griffin daran, daß er vor drei Jahren mit Griffin über Chinas Mondprogramm gesprochen habe, und Griffin damals nicht besorgt gewesen sei, und fragte: „Haben Sie jetzt mehr Informationen?" Griffin antwortete: „Ich habe oft meine Meinung geändert, wenn neue Daten präsentiert wurden." Seit damals habe China vieles geleistet, „ich hatte meinen Besuch in China", und „man kann sich in öffentlichen Quellen im Internet über ihre Pläne informieren." Die Chinesen hätten eine leistungsfähigere Startrakete vom Typ Langer Marsch 5 entwickelt, und sie könnten „noch vor dem Ende der kommenden Dekade eine Mondmission haben, bevor wir zurückkehren. Es liegt innerhalb eines Jahrzehnts eindeutig im Rahmen der Kapazitäten Chinas, wenn sie das vor haben."

Scroll to Top