Großbanken versuchen verzweifelt sich fremdfinanzierter Schulden zu entledigen

15.09.2007
Großbanken versuchen verzweifelt sich fremdfinanzierter Schulden zu entledigen admin 15.09.2007

Dem Wall Street Journal zu Folge haben jene Banken, die die 22 Mrd. $ Schulden von der Übernahme der britischen Alliance Boots durch KKR halten, 1.5Mrd.
$ davon für 95 Cents pro Dollar verkauft sowie 1 Mrd. $ der Schulden von Allison Transmission für 96 Cents pro
Dollar.

Die Banken zogen ein ähnliches Manöver ab, indem sie anboten
5 Mrd. $ der 24 Mrd. $ Schulden aus der Übernahme von First Data
durch KKR zu verkaufen. Die federführende Bank dieser Finanzgruppe, Credit Suisse, stellte die Schulden nicht nur für 96 Cents pro Dollar zur Verfügung, sondern bot den Käufern
auch gleich an, für den Kauf der Schulden Geld auszuleihen! Zu den in dieser Finanzgruppe involvierten Banken gehören außerdem die Citigroup,
Deutsche Bank, HSBC, Lehman Brothers, Goldman Sachs und Merrill Lynch.

Außerdem werden die 5 Mrd. $ Schulden nach dem „most-favored nation“- Status gehandelt. Laut Bloomberg bedeutet dies, dass frühere Käufer Kompensationen erhalten, falls irgendein später verkaufter Teil der Schulden zu einem geringeren Preis verkauft werden sollte.

Diese Vergünstigungen verheißen nichts Gutes für den Verkauf der restlichen LBO-Schulden, welche die Schulden der beiden größten LBOs in der Geschichte des privaten Beteiligungskapitals („private equity“) einschließen: die 32 Mrd. $ LBO des texanischen Elektro-Versorgungsunternehmen
TXU und die 33 Mrd. $ LBO der kanadischen Telefongesellschaft BCE. Beide hatten noch Zusagen der Banken erhalten, bevor der Markt ins Bodenlose abstürzte.

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