20. Juli, 2008 (LPAC) — Am Montag, dem 14. Juli, war nach der Pleite der kalifornischen Hypothekenbank IndyMac (der bisher zweitgrößte Bankenkollaps in den USA) die Bankenkrise wieder Thema Nr. 1 in den Zeitungen. Kontoinhaber stürmten die Bank, die in der Zwischenzeit vom staatlichen Einlagensicherungsfonds FDIC übernommen worden war. Während es ganzen Tages fielen die Aktien, weil die Anleger sich beeilten, zu verkaufen.
Es gibt aber eine Menge Hinweise, daß diese Verkäufe nicht nur auf IndyMac beschränkt waren. So griffen "Washington Mutual" und "National City" zu dem ungewöhnlichen Schritt, Presseerklärungen zu veröffentlichen, das bei ihnen alles in Ordnung sei. Der gigantische Bankkonzern "Washington Mutual" (Aktiven: 320 Mrd. $), die größte US-Sparkasse mit Hauptsitz in Seattle, erklärte, sie verfüge über „excess liquidity" und überschreite die gesetzlich vorgeschriebenen Mindesteinlagen. "National City" in Cleveland, mit 155 Milliarden $ die zwölftgrößte Bankholding in den USA, ließ verlauten, es gebe „keine ungewöhnlichen Aktivitäten von Kontoinhaber oder Gläubigern" und pries die eigene Kapitalaustattung.
Am nächsten Tag veröffentlichte die amerikanische Bankenaufsichtsbehörde SEC einen Noterlaß, um das sog. "naked short selling" von Fannie Mae und Freddie Mac-Wertpapieren sowie von siebzehn weiteren großen Finanzinstitutionen zu verbieten, einschließlich von Citigroup, J.P. Morgan Chase, Bank of America, Merrill Lynch, Lehman Brothers, Morgan Stanley, und Goldman Sachs (oder besser: Goldman Sucks). Dabei handelt es sich um ungedeckte Leerverkäufe von Aktienoptionen, die sich gar nicht im Besitz des jeweiligen Händlers befinden. Solche Aktivitäten, so die SEC, könnten „die Stabilität der Finanzinstitutionen bedrohen". Als Resultat davon, sowie einer anscheinend massiven Intervention des "Plunge Protection Teams" und der US-Notenbank, erlebten amerikanische Bankaktien dann ihren besten Tag in 16 Jahren.
Es gibt ein sehr hohes Maß an Nervosität in der Bevölkerung und auch bei Bankangestellten über den Zustand des Bankensystems. Es wird für die Menschen immer deutlicher, daß die Situation sich schnell verschlechtert, und die Beteuerungen von Banken und Behörden klingen jeden Tag unglaubwürdiger. Es bedarf nicht mehr viel und die unterschwellige Angst könnte leicht in Panik umschlagen.
Das macht umso deutlicher, wie wichtig die von LaRouche u.a. verlangten politischen Schritte zum Schutz der Eigenheimbesitzer und regulären Bankaktivitäten ("HBPA-Gesetz") sind. Die gegenwärtige hyperinflationäre Geldpumperei der Zentralbanken zur Rettung der vor allem von privaten Investmentbanken und Hedgefonds produzierten globalen Finanzspekulationsblase hingegen muß sofort beendet werden (mehr dazu auf [url:“http://www.larouchepac.com/]www.larouchepac.com[/url]).