Warum Hedgefonds Deutschland verlassen

18.07.2007
Warum Hedgefonds Deutschland verlassen admin 18.07.2007

Sowohl Dänemark als auch Deutschland haben kürzlich neue Steuergesetze verabschiedet, die darauf abzielen, fremdfinanzierte Übernahmen von Unternehmen durch private Aktien- und Hedgefonds zu verhindern. Das deutsche Gesetz ist das härtere von beiden und läßt erkennen, worum es bei dem Streit über Hedgefonds beim G8-Treffen in Heiligendamm ging.

Ein deutscher Ökonom sagte EIR, das neue deutsche Gesetz, welches am 1. Juli in Kraft trat, senke war den allgemeinen Körperschaftssteuersatz leicht, aber er werde nun auf das Körperschafts-Einkommen erhoben, wobei höchstens 30% der Zinskosten steuermindernd abgeschrieben werden könnten. Außerdem zwingt es eine Körperschaft, alle Fremdfinanzierungen, einschließlich ausländischer Finanzierungen, zum Zweck der Steuerberechnung zu melden. Das ist ein Tabu für die Übernahme-Fonds oder Finanzheuschrecken, weil sie ihre Übernahmen durch Aufnahme großer Mengen von fremdfinanzierten Schulden ermöglichen, indem sie diese Schulden nach der Übernahme in die Bücher der übernommenen Firma setzten und dann die sehr großen Zinszahlungen von den Steuerzahlungen der neuen Firma absetzen, sodaß sie praktisch keine Steuern mehr bezahlen. Sie lagern auch Teile des Unternehmens ins Ausland aus – einschließlich der patenthaltenden Abteilungen, an die dann wieder eine Menge Lizenzgebühren Lizenzen bezahlt wird, das so einer Besteuerung entzogen wird. Das neue Gesetz setzt auch dieser Praxis ein Ende.

Insgesamt sind fremdfinanzierte Übernahmen in Deutschland durch dieses Gesetz sehr viel schwieriger gemacht worden, von den Schwierigkeiten des anlaufenden Zusammenbruchs der Liquidität ganz zu schweigen. Der Ökonom bestätigt Berichte anderer Quellen darüber, daß die großen Hedgefonds angefangen haben, sich aus Deutschland zurückzuziehen.

Ein Steuerexperte der dänischen Regierung beschreibt das neue dänische Gesetz, welches am 1. April verabschiedet wurde, aber rückwirkend seit dem 1. Januar 2007 gilt, als Spiegelung des deutschen Gesetzes, auch wenn es nicht so durchgreifend ist. Es erlaubt die Abschreibung von 45% der Zinskosten vom versteuerbaren Einkommen des neuen Unternehmens, aber nur bis zu 6,5% der Gesamtsteuerbasis der Vermögenswerte. Es erlaubt keine Abschreibung von Gebühren und Provisionen vom Einkommen, was eine andere übliche Übernahmemasche und typisch für die Heuschrecken oder ihren Banken ist. Das Gesetz versteuert alles Einkommen aus Patenzlizenzgebühren mit 12,5 %, egal wo es erbracht oder gezahlt wurde.

Einige Büros im US-Kongreß studieren diese Gesetze als potentielle Modelle für die Handhabung mit privaten Aktien-und Hedgefonds.

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