Heute Dringlichkeitssitzung zur NordStream-Sprengung im UN-Sicherheitsrat

26.08.2025
Heute Dringlichkeitssitzung zur NordStream-Sprengung im UN-Sicherheitsrat root 26.08.2025

Auf Antrag Rußlands hält der UN-Sicherheitsrat am 26.8. eine Dringlichkeitssitzung zur Sabotage der Nord-Stream-Pipelines ab.

Helga Zepp-LaRouche unterstützte den Antrag und forderte die Einrichtung eines unabhängigen Untersuchungsausschusses. Dies wird insbesondere notwendig nach der überraschenden Verhaftung eines ukrainischen Staatsbürgers in Italien am 3.8., der verdächtigt wird, die Sprengung organisiert zu haben. Der Verdächtige, ein gewisser Serhij Kusnezow, wurde aufgrund eines Haftbefehls eines deutschen Gerichts in einem Resort in Rimini festgenommen, wo er unter seinem echten Namen einen unbeschwerten Urlaub mit seiner Familie verbrachte. Eine Anhörung zu seiner Auslieferung an Deutschland ist für den 3.9. angesetzt.

Praktisch alle seriösen Beobachter sehen in der Verhaftung nur einen weiteren Versuch, die wahren Verantwortlichen für diese Sabotageaktion zu decken, die Geheimdienstinformationen, hochentwickelte Ausrüstung und Geschick erforderte. Die Wahrheit darüber aufzudecken, wer den internationalen Terrorakt im September 2022 anordnete und ausführte und wer die Vertuschung inszenierte, ist von zentraler Bedeutung, um Vertrauen und Diplomatie in der Welt wiederherzustellen. Über dieses Thema sprachen auf der wöchentlichen Sitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 22.8. die Vorsitzende des Schiller-Instituts Helga Zepp-LaRouche, der ehemalige UN-Waffeninspekteur Scott Ritter und der Waffenexperte Ted Postol.

Prof. Postol, der Fachberater des US-Marinechefs war, betonte, daß diese Sprengung u.a. fundierte wissenschaftliche Kenntnisse u.a. der Unterwasserakustik erforderte und keinesfalls durchgeführt werden konnte von „einem Haufen Rowdys auf irgendeiner Yacht, die mit mehreren 100-Pfund-Sprengsätzen hantierten, die in großer Tiefe an dieser Pipeline platziert werden mußten“. Die Darstellung um den inhaftierten Ukrainer habe „null Glaubwürdigkeit“.

Postol, der auch dem Enthüllungsjournalisten Seymour Hersh bei Recherchen geholfen hat, erklärte unverblümt: „Ich habe keinerlei Zweifel daran, daß die Vereinigten Staaten dafür verantwortlich sind und daß Joe Biden den Befehl dazu gegeben hat.“ Er erinnerte daran, daß Biden am 27. Februar 2022 in einer Pressekonferenz mit einem zustimmend nickenden Bundeskanzler Olaf Scholz unmißverständlich zum Ausdruck gebracht hatte, er werde Nord Stream ein Ende machen.

Ritter kommentierte, bis weitere Informationen verfügbar seien, betrachte er die Verhaftung als politischen Schachzug. Die Ukraine habe den Krieg verloren und müsse sich der Tatsache stellen, „daß sie keine Freunde hat und nie hatte“.

Zepp-LaRouche betonte die Folgen dieses Vorfalls und seiner Vertuschung: Es habe in vieler Hinsicht den „tragischen Zusammenbruch Europas” ausgelöst und die geopolitische Trennung Europas von Rußland markiert.

Was die mutmaßliche Rolle der US-Dienste bei der Sprengung angeht, so ist es kein Geheimnis, daß amerikanische Geopolitiker das Pipelineprojekt vehement ablehnten. Es ist daher wahrscheinlich, daß der genaue Verlauf der Pipelines seit Baubeginn im Mai 2018 mit Satelliten erkundet wurde. Die Sprengsätze müssen zu einem späteren Zeitpunkt von Spezialisten platziert worden sein, die mit Mini-U-Booten von einem Schiff auf der Ostsee eingesetzt wurden. Seymour Hersh vermutet, daß dies im Juni 2022 während der NATO-Marineübung Baltops geschah.

AfD und BSW haben einen parlamentarischen Untersuchungsausschuß zu dem Anschlag gefordert. Nach Kusnezows Verhaftung wiederholte Wagenknecht diese Forderung auf X und äußerte Zweifel an der Schuld der Ukraine.

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