Zu der vorgeblichen „Konsolidierung" des Bankensektors gehört, daß noch weniger Kredite an Mittelstandsfirmen gewährt werden sollen. Die italienische Zeitung „Libero" berichtete am 15.10. von einem Strategiepapier einer großen Bank, in dem sämtliche Bankfilialen aufgefordert werden, keine Kredite mehr an kleine Unternehmen zu gewähren und außerdem Hypothekenkredite an Privatkunden zusammenzustreichen. Die Zeitung fragte: „Ist es gerecht, daß ein Angestellter einer Bank nichts riskiert, weil der Rest der Welt gerade beschlossen hat, daß keine Bank zusammenbrechen soll – während der Arbeiter irgendeines Privatunternehmens seinen Arbeitsplatz verlieren kann?"
Mit frappierender Offenheit schreibt dies auch Ambrose Evans Pritchard, einer der Chefkommentatoren des englischen „Daily Telegraph" . Unter der Überschrift "Bankenkrise endet, aber Wirtschaftskrise beginnt", heiß es, „die Kreditexzesse in der Industrie" (welche, bitteschön, sollten das denn gewesen sein?) „der Jahre 2007 und 2008 " werde es in Zukunft nicht mehr geben. Jetzt würden die Leute wirklich ihre Arbeitsplätze verlieren.