Am 11. Dezember wurde der erste reguläre Schienenverkehr zwischen Nord- und Südkorea aufgenommen, begleitet von Versprechungen, diese Linie rasch mit den transchinesischen und transsibirischen Eisenbahnen zu vernetzen. Damit würde eine Linie der Großen Eurasischen Landbrücke zwischen Pusan und Amsterdam vervollständigt. Diese „Eurasische Landbrücke" wird seit 1990 von Lyndon LaRouche vorangetrieben, weil damit die Großprojekte umgesetzt werden können, die die notwendige physisch-ökonomische Grundlage beim Aufbau eines neuen Weltfinanzsystems darstellen.
Bei dieser ersten regulären Fahrt über die Grenze seit 1951 transportierten die zwölf Eisenbahnwaggons Baumaterial nach Gaesong, eine Wirtschaftszone direkt nördlich der Grenze. Bereits im Mai hatte eine symbolische, grenzüberschreitende Fahrt stattgefunden. Die Korea Times bezeichnete die Fahrt als „erstes konkretes Resultat eines interkoreanischen Gipfeltreffens zwischen Präsident Roh Moo-huyn und dem nordkoreanischen Staatsschef Kim Jong-il". Diese Verbindung werde die Transportkosten zwischen Gaesong und Munsan deutlich verbilligen. Dies alles sei eine wichtiges Resultat der „Sonnenschein"-Politik Südkoreas, mit der Seoul dem Norden in den letzten zehn Jahren entgegengetreten war.
Der Zug kehrte von Gaesong später in den Süden mit Gütern, die dort hergestellt werden, wie Schuhen, Kleidung und Uhren zurück. Täglich werden jetzt an den Wochentagen Züge von Munsan nach Gaesong fahren, und dabei jeweils bis zu 1.000 Tonnen Fracht transportieren.
Der Präsident der koreanischen Eisenbahnen, Lee Chul sagte anläßlich der Eröffnung, damit eröffne man die letzte Verkehrsader wieder, die seit nunmehr 56 Jahren abgeschnitten war. Dies sei ein bescheidener Anfang, aber er hoffe, „daß diese Verbindung als Sprungbrett für den Anschluß der interkoreanischen Eisenbahnen über die transsibirische Eisenbahn an Europa" dienen werde.