Horror in Gaza – der zweite Tag der Bodeninvasion

18.09.2025
Horror in Gaza – der zweite Tag der Bodeninvasion root 18.09.2025

Die Flucht der Einwohner von Gaza-Stadt in Richtung der vermeintlichen humanitären Zonen im Süden Gazas, die bereits vor der Bodenoffensive am 16.9. überfüllt waren, setzt sich fort. Die Zahl der Todesopfer liegt derzeit bei etwa 65.000 bekannten Fällen – und die große Mehrheit davon sind Frauen und Kinder.

Die Times of Israel berichtete am 17.9. über die militärische Übersicht der IDF für die letzten 24 Stunden. Die Luftwaffe hat über Nacht etwa 50 Ziele im Gazastreifen angegriffen, die meisten davon in Gaza-Stadt, wobei innerhalb von 24 Stunden etwa 140 Ziele getroffen worden seien. Am Boden hat die IDF unbemannte Fahrzeuge eingesetzt, die mit Sprengstoff gefüllt waren, und sie per Fernsteuerung in die Zielgebiete gelenkt.

Schätzungsweise 600.000 Menschen befinden sich trotz der Anordnungen der IDF immer noch in Gaza-Stadt. Sicherlich sind einige nicht bereit, erneut zu fliehen, aber es mangelt erheblich an den physischen Kapazitäten, um den Exodus zu bewältigen. Die Küstenstraße von Rashid ist völlig verstopft. Heute kündigte die IDF an, dass sie die Salah a-Din, die wichtigste Nord-Süd-Autobahn Gazas, vorübergehend öffnen werde. Sie setzte eine Frist bis Freitag, den 19. September, um 12 Uhr mittags, bevor sie sie wieder schließen werde. Die IDF behauptet, dass sich unter den einst 1 Million Einwohnern von Gaza-Stadt mehrere tausend Hamas-Kämpfer befinden.

Save the Children, der Norwegische Flüchtlingsrat, Anera und etwa 20 weitere Hilfsorganisationen, die in Gaza tätig sind, haben am 17.9. einen gemeinsamen Appell veröffentlicht: „Was wir in Gaza erleben, ist nicht nur eine beispiellose humanitäre Katastrophe, sondern, wie die Untersuchungskommission der Vereinten Nationen [gestern] festgestellt hat, ein Völkermord … Die Staaten müssen alle ihnen zur Verfügung stehenden politischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Mittel einsetzen, um einzugreifen. Rhetorik und halbherzige Maßnahmen reichen nicht aus. Dieser Moment erfordert entschlossenes Handeln.“

Quelle: eirna.de

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