Hu Jintaos Besuch in Japan: im Geiste Sun Yat Sens

09.05.2008
Hu Jintaos Besuch in Japan: im Geiste Sun Yat Sens admin 09.05.2008

7. Mai LPAC – China und Japan haben bereits am ersten Tag des Besuchs von Präsident Hu Jintao in Japan beschlossen, gemeinsam jährliche Gipfeltreffen abzuhalten. Dieser Besuch ist der erste Besuch eines chinesischen Staatsführers in zehn Jahren und erst das zweite Treffen dieser Art überhaupt nach dem Besuch von Präsident Jiang Zemin 1998. Hu Jintau sagte, dieser fünftägige Besuch sei der Beginn eines "warmen Frühlings" in den Beziehungen zwischen beiden Nationen. Gegenüber der Presse erklärte er: "Premier Fukuda und ich glauben, daß das sino-japanische Verhältnis einen neuen historischen Anfangspunkt erreicht hat." Weiterhin lobte er Japans "friedlich Rolle" in der Welt. In ihrer gemeinsamen Erklärng betonen sie, beide Nationen hätten einen Auftrag, für Frieden und Entwicklung in der Welt im 21 Jahrhundert einzutreten. Beide Nationen, heißt es, betrachteten sich gegenseitig als zusammenarbeitende Partner, und nicht als Bedrohung. China betrachte die Entwicklung Japans in den mehr als 60 Jahren seit dem Ende des Krieges, in denen Japan sich zu einem friedlichen Staat entwickelt und durch friedliche Mittel zum Frieden und zur Stabilität der Welt beigetragen habe, als sehr positiv.

Dies ist eine wichtige Veränderung in der Beziehung der beiden Staaten, die begann, nachdem der provozierende und chinafeindliche Premier Koizumi 2006 aus dem Amt schied, dessen Nachfolger Shinzo Abe im Oktober desselben Jahres einen versöhnlichen Besuch nach China machte und der chinesische Premier Wen Jiabao  im April des folgenden Jahres Japan einen Besuch abstattete. Die gemeinsame Erklärung der Staaten besagt, daß sie in Übereinstimmung in die Geschichte zurück und auf die Zukunft schauen werden. Sie hätten, so ließen sie verlauten, nicht über die Greueltaten während der 13jährigen Invasion Chinas durch Japan zwischen 1932-45 gesprochen.

Das Potential, das diese neue Beziehung in sich birgt, zeigt sich am Bericht der chinesischen Zeitung China Daily über den "inoffiziellen Empfang", den Premierminister Yasuo Fukuda gestern für Hu Jintao veranstaltete. Beide trafen sich in einem Restaurant in Tokio, in dem Sun Yat Sen, der Vater des modernen China, während seiner Zeit im japanischen Exil 1915 seine zweite Frau Soon Ching Ling geheiratet hatte. Soong Chin Ling war nach Suns Tod elbst eine führende Politikerin und wurde nach der Gründung der Volksrepublik China 1949 deren Vizepräsidentin. Vor ihrem Tod 1981 wurde sie als bisher einzige Person zur Ehrenpräsidentin der Volksrepublik China ernannt.

Das Restaurant, in dem auch der frühere Premier Takeo Fukuda, der Vater des jetzigen Premiers, geheiratet hatte un in dem sich die beiden Staatsführer sich trafen, sei ein "beständiges Zeugnis der Freundschaft zwischen seinem früheren Inhaber Shoukichi Umeya und Sun Yat Sens." Soong Chin Lings Klavier ist immer noch da, nebe anderen Ausstellungsstücken, die an Sun Jat Sen, seine Frau und Umeya erinnern. Hu Jintao drückte seine Dankbarkeit gegenüber den Japanern aus, die zu den freundschaftlichen eziehungen zwischen beiden Ländern beitragen.

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Staaten sind bereits sehr stark, 2007 hat China den USA die Rolle als Japans führender Handelspartner abgenommen, mit einem bilateralen Handel im Umfang von 236,6 Milliarden Dollar.

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