In Diskussionen mit einem chinesischen Wissenschaftler, der bei einer amerikanischen Denkfabrik arbeitet, sprach Executive Intelligence Review die Beobachtung an, daß auf dem letzten Parteikongreß der Chinesischen Kommunistischen Partei so etwas wie einer Rooseveltscher Impuls angedeutet wurde. Der politische Bericht Hu Jintao’s, die eigentliche Grundlage der Diskussion, war weniger darauf fokusiert, die hohen Wachstumsraten aufrecht zu erhalten, als auf die Notwendigkeit, den Lebenssatandard der Bevölkerung zu verbessern, z. B. die Betonung der Notwendigkeit von Krankenversicherungen, öffentlicher Bildung für die breite Masse der Landbevölkerung, bezahlbare Wohnungen, ein soziales Sicherheitsnetzwerk und des Umgangs mit den Umweltproblemen, die durch den Treibhauseffekt entstanden sind. Hu faßte dies unter dem Motto „Eine wissenschaftliche Ansicht der wirtschaftlichen Entwicklung“ zusammen.
Während diese Themen in der Zeit, in der Hu der Parteivorsitzender ist, nicht neu sind, wurden sie auf dem Kongreß zum Haupthema gemacht, und die Parteiverfassung wurde verändert, um diese Themen widerzuspiegeln. Der Wissenschaftler stimmte zu: „Die Leute haben angefangen, es Hu’ ,New Deal‘ zu nennen.“ Die Parteidebatten über den New Deal spiegeln den Einfluß der Linken auf der einen Seite wieder, die sich beschwert hatten, daß das schnelle wirtschaftliche Wachstum auf Kosten der großen Masse der Bevölkerung gehe, auf der anderen Seite die Rechte weniger Kontrolle des Staates in wirtschaftlichen Entscheidungen wollte. Aber es sieht so aus, als habe die Parteiführung einen Mittelweg gefunden.
Der Wissenschaftler berichtete auch, daß unter den Analysten aus Hong Kong viel darüber gesprochen wird, daß die Parteiführung die Biographie Roosevelts lesen würde, ein Gerücht von dem er denkt, daß etwas wahres dran sein könnte. Er sagte: „Die Partei redet von drei Bergen, die überwunden werden müssen. Diese Berge sind Bildung, Wohnungen und Krankenversicherung.“