Der heute veröffentlichte Bericht der IAEA über das Atomprogramm des Iran besagt, daß der Iran kooperativ und ehrlich in Bezug auf sein Atomprogramm gewesen sei. Vizepräsident Cheney und seine Kriegsfraktion sind darüber außer sich und wollen nun die Kriegspropaganda noch weiter vorantreiben, nur auf dem Fakt begründet, daß der Iran sein Programm für Atomanreicherung noch nicht abgebrochen hat — wie es der verfälschte Beschluß des UN-Sicherheitsrats von 2006/2007 verlangt hatte.
Der IAEA-Bericht vom 15. November 2007 (GOV 2007/58), den EIR besprochen hat, besagt, daß es keinerlei Beweise gäbe, daß irgendeine von Irans Atomanlagen, die von den IAEA-Inspektoren untersucht wurden, in Zusammenhang mit der Entwicklung von Waffen stünde. Es gebe auch keinerlei Hinweise darauf, daß Atommaterial abgezweigt worden wäre. Allerdings wird im Schlußwort der Generaldirektor der IAEA, Mohammed El Baradei, wiederholt mit seiner Forderung zitiert, daß der Iran zu jenem "Zusatzprotokoll" zurückkehren solle, welches von 2004 bis 2006 freiwillig von ihm akzeptiert wurde und welches der IAEA einen besseren Zugang für Inspektionen ermöglicht.
Wie vorherzusehen war, wurden die Feststellungen des Berichtes im Weißen Haus von Bush und Cheney nicht gerade willkommen geheißen. Der Sender CNN befragte sofort den Iranischen Botschafter in Wien, Ashgar Soltanieh, dazu und versuchte ihn zu ködern, indem gesagt wurde, daß der Iran es letzten Endes immer noch verweigern würde, dem Zusatzprotokoll zuzustimmen, etc. Soltanieh hat darauf hingewiesen, daß über 100 Länder es verweigert haben, solch ein Protokoll zu unterschreiben. In der gleichen Sendung wurde der U.S. Botschafter bei der UN, Zalmay Khalilzad, gezeigt, wie er China dazu aufforderte, sich den härteren Sanktionen gegen den Iran anzuschließen.
Die Pressesekretärin des Weißen Hauses, Dana Perino, sagte, dieser Report verdeutliche leider, daß sich der Iran uninteressiert daran zeige, mit dem Rest der Welt zusammenzuarbeiten. Weiter sagte sie, daß die USA "mit unseren Partnern im UN-Sicherheitsrat und Deutschland zusammenarbeiten [werden], während wir uns weiter auf eine dritte Reihe Sanktionen des Sicherheitsrats zubewegen."