Ignatius: Allawi setzt saudiarabisches Geld für Cheneys Kriegsplan ein

29.08.2007
Ignatius: Allawi setzt saudiarabisches Geld für Cheneys Kriegsplan ein admin 29.08.2007

In der Ausgabe der Washington Post vom 26. August veröffentlichte David Ignatius Informationen aus namentlich nicht genannten Kreisen um Vizepräsident Dick Cheney, die den Kriegsplan Cheneys und der Saudis, eine "sunnitische Allianz" gegen den Iran aufzubauen, in klaren Worten zu Tage bringen. Mit dem Titel "Zurück in die Zukunft" erklärt Igantius in seinem Artikel, die USA kehrten zum sunnitischen Bündnis der achtziger Jahre gegen den Iran zurück, vor allem hinsichtlich ihrer Zusammenarbeit mit den Saudis. Die Irakpolitik der USA sei heute nicht mehr auf Erfolg ausgerichtet, sondern auf die "Möglichkeit des Versagens", und "insofern [der Irak] von dem radikalen Einfluss Irans vereinnahmt wird, muß hier auch Eindämmungspolitik betrieben werden."

Ignatius zufolge habe der Iran im Frühsommer, als die Gespräche zwischen den Iran und die USA unter der Führung von Botschafter Crocker in Gang kamen, die Chance auf eine Zusammenarbeit mit den USA verspielt. Eine Bedingung der Gespräche sei gewesen, daß "die Revolutionäre Garde aufhört, Waffen an schiitischen Kämpfer im Irak zu liefern, die das Land destablisieren und zum Tode amerikanischer Soldaten führen." Laut Offiziellen des Außenministeriums sei dies nicht geschehen. Daß Cheney von vornherein die Absicht hatte, die Gespräche scheitern zu lassen, erwähnte Ignatius nicht.

Die Bündnisse, welche die USA mit sunnitischen Häuptlingen der Region Anbar eingegangen, seien "Zweckbündnisse", so Ignatius. "Die Sunniten betrachten amerikanische Truppen als ihre besten Verbündeten, wenn es darum geht, die Macht des Iran und seiner Stellvertreter im Irak einzudämmen", und sie "sehen ein zunehmendes Interesse an einer Koolition, den geschwächten Maliki abzusetzen." Allawi "besitzt bündelweise Geld, das politische Unterstützung kaufen soll. Das Geld stammt jedoch eher aus Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten als aus den USA".

Obgleich Ignatius das Fehlschlagen dieser wahnwitzigen Idee und die chaotischen Folgen für die Region zugibt, schließt er, in dieser Vorgehensweise sei der "Vorzug des Realismus" zu erkennen.

Allawi, der vorgestern in einem Fernsehinterview mit dem Nachrichtensender CNN zur Unterstützung der Saudis befragt wurde, sicherte sich mit der Antwort ab, die von ihm an den Bush-nahen Lobbyisten Griffith & Rogers gezahlten $300.000, mit denen sie auf eine Absetzung Malikis hinarbeiten sollen, stammten von einem Iraker, dessen Namen er nicht verraten könne.

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