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Wird aus der globalen Finanzkrise der 3. Weltkrieg?
Der Fall McChrystal: Wachsender Widerstand in den USA gegen Obamas britische Afghanistanpolitik[/url]
„Das afghanische Fiasko: Ist Obama schwerhörig?“[/url]
LaRouche und das Schattenkabinett für die Zeit nach Obama
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Wird aus der globalen Finanzkrise der 3. Weltkrieg?
Von Helga Zepp-LaRouche, 17.4.2010
In der Geschichte gibt es eine ganze Reihe von Beispielen dafür, daß sich aus großen Wirtschafts- und Finanzkrisen Kriege oder sogar, wie im 20. Jahrhundert, Weltkriege entwickeln. Während es immer deutlicher wird, daß eine Serie von drohenden Staatsinsolvenzen das Ende des Finanzsystems einläutet, droht die Kombination einer Eskalation des Afghanistankrieges und eines sich abzeichnenden Militärschlags gegen den Iran eine Kettenreaktion auszulösen, die die Welt in ein neues finsteres Zeitalter zu stürzen droht.
Zuverlässigen Quellen zufolge waren sowohl ein geplanter Irankrieg als auch die bereits gestartete Frühlings-/Sommer-Großoffensive in Afghanistan Gegenstand zahlreicher Diskussionen während des Gipfeltreffens zur nuklearen Sicherheit, das soeben in Washington stattfand, um die Koalitionen für diese Militäroperationen festzuzurren. Darüber hinaus wird ein Umfeld aufgebaut, in dem die Bedrohung durch eine angeblich bald zur Verfügung stehende iranische Atombombe den Kontext für den baldigen Militärschlag abgeben soll – ganz wie seinerzeit die britische Propaganda über die „Massenvernichtungswaffen“ des Irak. Bekanntermaßen waren diese Waffen dann nirgendwo zu finden, und auch heute bleibt der amerikanische National Intelligence Estimate (NIE), die Zusammenfassung der Einschätzungen der verschiedenen US-Geheimdienste durch den Nationalen Geheimdienstrat, bei der Einschätzung, daß der Iran noch 3-5 Jahre von der Möglichkeit des Baus einer Atomwaffe entfernt ist.
Sowohl die New York Times als auch die israelische Zeitung Ha’aretz berichteten, daß der Chef des World Jewish Congress, Ronald Lauder, vor der Veröffentlichung eines Offenen Briefes an Präsident Obama in der Washington Post und im Wall Street Journal sich die Zustimmung des israelischen Premierministers Netanjahu zum Inhalt dieses Briefes einholte. Darin wird vor den „atomaren Ambitionen“ eines iranischen Regimes gewarnt, das keinen Zweifel an seinen völkermörderischen Absichten gegenüber Israel lasse. Ferner werden die USA daran erinnert, daß sie sich verpflichtet hätten, nicht zuzulassen, daß der Iran über Atomwaffen verfügen könne.
Zu dem Aufbau eines Klimas für einen Militärschlag gehört weiterhin der Versuch der amerikanischen UN-Botschafterin Susan Rice, in einer dreistündigen Sitzung am 14. April von den Vertretern Chinas, Rußlands, Frankreichs, Großbritanniens und Deutschlands die Zustimmung für die Verschärfung von Sanktionen gegen den Iran seitens des UN-Sicherheitsrats zu bekommen. Zu den verlangten Maßnahmen gehören ein Waffenembargo, das Recht, Schiffe zu beschlagnahmen, in denen Materialien vermutet werden, die etwas mit dem Atomprogramm zu tun haben, Verhinderung von neuen Investitionen im Energiesektor, Maßnahmen gegen führende Mitglieder der Revolutionären Garde sowie gegen Firmen und Finanzinstitute des Iran.
In dieselbe Kerbe schlägt ein Brief, den 76 US-Senatoren und 333 Kongreßabgeordnete an Präsident Obama geschickt haben, in dem sie mit oder ohne Zustimmung des UN-Sicherheitsrates „lähmende Sanktionen“ gegen den Iran fordern, und daß Obama das von ihnen verabschiedete Iran-Erdöl-Sanktionsgesetz unterzeichnen soll, das jegliche Geschäfte mit Firmen im In- und Ausland verbietet, die etwas mit der iranischen Ölindustrie zu tun haben. Bezeichnend ist nur, daß die Veröffentlichung dieses Briefes vom American Israel Political Action Committee (AIPAC) finanziert wurde.
Bei all dem Trommelfeuer für eine Verschärfung der Sanktionen ist es wichtig, daß China diese ablehnt, und daß der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu die Presse in Washington daran erinnerte, daß Sanktionen auch Kinder umbringen, wie seinerzeit im Irak. Nach dem ersten Irakkrieg kamen schätzungsweise eine Million Zivilisten durch die Sanktionen um, darunter eine sehr große Zahl von Kindern. Die Autorin dieses Artikels hatte damals das Komitee zur Rettung der irakischen Kinder initiiert, das umfangreiche Hilfslieferungen in den Irak organisierte sowie verletzte und kranke irakische Kinder zur medizinischen Versorgung nach Europa und in die USA brachte.
Jetzt beschuldigt Israel Syrien, Scud-Langstreckenraketen an die Hisbollah im Libanon geliefert zu haben – was von der syrischen Regierung kategorisch bestritten wird. Laut New York Times argumentierte ein nicht genannter israelischer Offizieller, das Arsenal der Hisbollah, die vom Iran unterstützt werde, diene einem Gegenschlag gegen Israel im Falle eines israelischen Angriffs auf die Nuklearanlagen des Iran. Jüngste Äußerungen Obamas vom vergangenen Dienstag, der Nahostkonflikt beträfe „vitale Sicherheitsinteressen der USA“, was die NYT als „weitgehende Änderung“ der US-Politik bezeichnete, könnten den Vorwand für ein sogenanntes „break-away-ally-Szenario“ liefern, also ein Szenario, in dem Israel als „abtrünniger Verbündeter“ angeblich ohne Übereinstimmung mit den USA handelt.
Am vergangenen Mittwoch kündigte General Petraeus eine massive Ausweitung und Aufrüstung der Militäroperationen für eine Frühling-/Sommer-Offensive der US-Truppen in Kandahar an. Tatsächlich hat diese Offensive bereits mit Operationen der Spezialtruppen gegen Talibanführer begonnen, die die Offensive allgemeiner Truppen vorbereiten. Zu diesen Spezialtruppen gehören die Delta Force der Armee, das SEAL Team Six der Navy, Truppen des Joined Special Operation Command (JSOC) sowie Army Rangers.
Ein Artikel in der britischen Zeitung Guardian weist darauf hin, daß – ungeachtet des von Obama angegebenem Zeitplan für einen Abzug aus Afghanistan ab 2011 – der massive Ausbau von Landebahn und Kasernen in Camp Leatherneck in Helmand drauf hindeute, daß die Militärführer sich darauf einrichten, noch viele Jahre in Afghanistan zu bleiben.
In die richtige Richtung geht dagegen eine von Senator Russ Feingold und den Kongreßabgeordneten Jim McGovern und Walter Jones eingebrachte Gesetzesvorlage, in der ein Ende des als „kontraproduktiv“ bezeichneten Krieges in Afghanistan gefordert wird.
Es besteht aber kein Zweifel an der großen Gefahr, daß die Bundeswehr kurzfristig noch weiter in einen so nicht zu gewinnenden, weil falsch definierten Krieg in Afghanistan hineingezogen werden soll. So wird General McChrystal noch in dieser Woche nach Berlin kommen, um den Bundestag sein Konzept von „Partnering“ vorzustellen, welches im wesentlichen besagt, daß die Bundeswehrtruppen sich prinzipiell gemeinsam mit US- und NATO-Truppen an den Kämpfen beteiligen.
Der tragische Tod von vier weiteren Bundeswehrsoldaten in Kundus, bei dem die Soldaten mit ihrem gepanzerten Fahrzeug in einen Hinterhalt der Taliban geraten waren, gibt einen Vorgeschmack, was dann auf die Bundeswehr zukommt. Das Fahrzeug, das von einer Panzerfaust getroffen wurde, ist vom gleichen Typ Eagle IV, von dem Bundesverteidigungsminister zu Guttenberg soeben noch weitere 60 in der Schweiz bestellt hat, um den Schutz der deutschen Truppen zu „verbessern“.
Wenn es zu militärischen Schlägen gegen den Iran kommen sollte, wäre eine unkalkulierbare Kettenreaktion die Folge. Schon jetzt ist die ganze Region von Afghanistan, Pakistan, Iran, Irak, aber auch Kirgisien – von dem Präsident Medwedew gewarnt hat, daß es zu einem neuen Afghanistan zu werden droht – ein einziges Pulverfaß. Deutschland kann es sich weder leisten, tiefer in den Krieg in Afghanistan hineingezogen zu werden, noch in eine neue Koalition, diesmal gegen den Iran.
Als im 14. Jahrhundert das damalige Finanzsystem der Bankhäuser Bardi und Peruzzi durch Manipulationen der damaligen Führungsmacht Venedig zusammenbrachen, kam es zu einem finsteren Zeitalter, in dem ein Drittel der gesamten Bevölkerung von Indien bis Irland durch Schwarze Pest, Hunger, Aberglauben, Irrationalität, Hexenverbrennungen, Flagellantentum u.ä. ausgelöscht wurden. Auf den Bildern von Bosch und Breughel kann man den Wahnsinn in den Gesichtern der abgebildeten Menschen erkennen. Wenn wir verhindern wollen, daß es erneut zu einem Absturz in ein solches finsteres Zeitalter kommt, und das wäre die Folge eines neuen Kriegs in Südwestasien, müssen wir die Finanz- und Wirtschaftskrise schleunigst durch ein globales Trennbankensystem und ein neues Kreditsystem beenden.
Bezüglich Afghanistans müssen die USA und der Westen auf das Angebot des Chefs der russischen Anti-Drogenbehörde eingehen, gemeinsam Opium- und Cannabisproduktion und -handel in Afghanistan zu zerstören und damit die Finanzierungsquelle der Taliban und des Terrorismus gegen Rußland und andere Staaten auszutrocknen. Erst danach kann es zu einem sinnvollen Wiederaufbauprogramm in Afghanistan kommen.
Auch wenn es für den Normalbürger schwer ist, hinter den scheinbar selbstevidenten Ereignissen der Tagespolitik die wirkliche historische Dynamik zu erkennen, die sich auswirkt: Der Blick zurück auf die Geschichte erlaubt es, viel besser zu verstehen, wie es zu Kriegen kommt. Die Vorgeschichte des Ersten und des Zweiten Weltkrieges kann da sehr hilfreich sein. Von diesem Blickwinkel her muß man die Äußerungen derjenigen heute ernst nehmen, die wie Bertrand Russell in Kriegen ein adäquates Mittel der Bevölkerungsreduktion sehen:
„Demgegenüber läßt sich einwenden, daß schlechte Zeiten keine Dauer-, sondern Ausnahmezustände sind und man ihnen auch mit außergewöhnlichen Mitteln zu begegnen hat. Während der Flitterwochen der Industrialisierung war dies Verfahren mehr oder weniger angemessen; wenn sich aber die Bevölkerungszunahme nicht sehr erheblich verlangsamen läßt, dann verliert dieser Einwand an Bedeutung. … Die Kriege haben bis heute keinen wesentlichen Einfluß darauf gehabt, denn die Zunahme hielt während beider Weltkriege unvermindert an. … aber vielleicht ist der bakteriologische Krieg wirkungsvoller. Würde man in jeder Generation einmal den Schwarzen Tod über die Welt schicken, dann dürften die Überlebenden fröhlich weiterzeugen, ohne die Welt allzu eng zu machen. … Es würden sich zwar etwas unangenehmere Zustände entwickeln, aber was macht das schon? Die in Wahrheit hochherzigen Leute sind gegen das Glück immun, vor allem wenn es das Glück anderer ist…“ (Bertrand Russell, Wissenschaft wandelt das Leben, 1953, Hervorhebung hinzugefügt).
In der nächsten Zukunft wird sich das Auseinanderbrechen der Eurozone nicht länger verbergen lassen, der Krise in Griechenland werden schlimmere in Portugal, Spanien und Irland folgen, aber auch die potentiellen Insolvenzen Großbritanniens und der USA werden deutlich machen: Entweder können die wichtigsten Staaten rechtzeitig den LaRouche-Plan für ein neues Kreditsystem durchsetzen, oder ein Absturz in ein neues finsteres Zeitalter ist die Folge. Ein eskalierter Krieg in Afghanistan plus eine durch einen Militärschlag gegen den Iran ausgelöste unkalkulierbare Kettenreaktion bedeutete genau die imperiale Überdehnung und den plötzlichen Kollaps des Finanzsystems, wovon der britische Historiker Niall Ferguson kürzlich in seinem Artikel in Foreign Affairs gesprochen hat. Dazu darf es nicht kommen! Deshalb:
* Bundeswehr sofort aus Afghanistan abziehen!
* Beteiligung am Wiederaufbau in Afghanistan erst, nachdem die USA und Rußland gemeinsam Opiumproduktion und -handel eliminiert haben.
* Sofortige Durchsetzung des Trennbankensystems und der Souveränität über die eigene Währung, die D-Mark!
Während das Ende des Finanzsystems näher rückt, kann die Kombination einer Eskalation des Afghanistankrieges und eines geplanten Militärschlages gegen den Iran eine Kettenreaktion auslösen, die die Welt in ein neues finsteres Zeitalter stürzt. Jedenfalls wird derzeit systematisch daran gearbeitet, das politische Klima zu schaffen, um die Öffentlichkeit auf derartige Militäraktionen darauf vorzubereiten.
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Der Fall McChrystal:
Wachsender Widerstand in den USA gegen Obamas britische Afghanistanpolitik
Lyndon LaRouche, der den Widerstand in den USA gegen die zerstörerische, britisch-inspirierte Politik der Obama-Administration anführt und die rasche Amtsenthebung des Präsidenten fordert, hat in einer neuen Studie „Über den Wahnsinn langer Kriege“ (siehe http:
//www.larouchepac.com) auch zu den Umständen der McChrystal-Entlassung Stellung genommen.
Zunächst schreibt er, die jüngste Fortsetzung des jahrzehntelangen Krieges in Afghanistan durch die USA sei „die Fortsetzung einer mehr als hundertjährigen Serie von ‚Nahost‘-Kriegen, die die britische Monarchie erstmals in der letzten Dekade des 19.Jahrhunderts entfesselte. Der damalige Deckmantel war die ,Jungtürken‘-Operation des imperialen London. Diese Operation wurde in der ganzen ,Nahost‘-Region und in den Nachbargebieten bis auf den heutigen Tag fortgesetzt. Den Rahmen dafür bildete das berüchtigte anglo-französische Sykes-Picot Abkommen.“ Das sei auch die Quelle dessen, was Zbigniew Brzezinskis in den 80er Jahren unter der US-Regierung Carter und in Abstimmung mit der britischen Monarchie in Gang gesetzt hatte. Unter Präsident Obama habe sich „der durch seinen Befehl geschützte britische Opiumhandel von der Primärquelle in einer unter britischem Schutz stehenden Provinz in Afghanistan nach Europa ausgebreitet.“
McChyrstal und Petraeus bezeichnete LaRouche als „Generäle der Kabinettskriegsführung“. McChrystal sei im wesentlichen jedoch „Profi mit einem – als loyaler Bürger und US-Berufsmilitär – großen Engagement für seine Profession“ geblieben, „wie sehr er auch in anderen Belangen irrte.“ Bei seinen Ausführungen gegenüber der Zeitschrift „Rolling Stone“ scheine McChrystal sein Verhalten genau an den Vorschriften für Generäle unter solchen Umständen ausgerichtet zu haben.
LaRouche bewertete das Verhalten von McChrystal auf dem folgenden Hintergrund. Der Präsident der Vereinigten Staaten, Barack Obama, habe ursprünglich US-Streitkräfte mit der Anweisung nach Afghanistan geschickt, sich nicht in die Opiumproduktion des Britischen Empire in einer von den Briten kontrollierten Region Afghanistans einzumischen. Dieses Arrangement habe eine aussichtslose Lage für die US-Truppen hervorgebracht, die dem geopfert wurden. Deshalb hatte McChrystal die moralische Verpflichtung, etwas zu tun, um die relevanten Institutionen der US-Regierung vor den Auswirkungen von Präsident Obamas implizit verräterischer Afghanistanpolitik zu warnen, so LaRouche.
„So weit er mit seinen Äußerungen ging, wie sie von Rolling Stone berichtet wurden, erfüllte McChrystal seine Pflicht als Kommandeur im Dienste der Vereinigten Staaten. Der Fehler in dieser Angelegenheit lag vollständig auf seiten Präsident Obamas.“ Der Präsident habe weder wirkliche Gründe noch Mittel, um ein politisch erfolgreiches Militärgericht über General MacChrystal abzuhalten. General McChrystals Schritt habe Präsident Obamas sowieso schon abstürzende Popularität noch weiter vermindert, was den Prozeß der Amtsenthebung des Präsidenten beschleunige und damit einen Beitrag dazu leiste, die USA vor dem ansonsten sicheren Untergang zu retten.
In Newsweek (Wochenendausgabe vom 17. Juli) rief Richard Haass, der Präsident des einflußreichen New Yorker CFR (Council of Foreign Relations), zu einem schnellen Abzug aus Afghanistan auf. Haass macht Obama persönlich verantwortlich für die dramatische Verschlechterung der Lage und sagt, dieser Krieg könne nicht gewonnen werden. „Afghanistan überdenken“ titelte Newsweek und schrieb: „Wir siegen nicht. Es ist es nicht wert; So können wir aus Afghanistan abziehen.“ Zunächst zitiert Haass den Chef der US-Republikaner, Michael Steele, der durch Äußerungen, Afghanistan sei ein „von Obama erwählter Krieg, der nicht gewonnen werden könnte“, in die Kritik sowohl seiner Parteifreunde als auch der Demokraten gekommen war. Haass: „Es sind Steeles Kritiker, die hier falsch liegen. In der Substanz der Sache kommt der Republikanerchef der Wahrheit
näher… Der Krieg, der heute von den Vereinigten Staaten in Afghanistan geführt wird, unterscheidet sich fundamental und ist auch ambitiöser als alles, was die Bush Administration unternommen hat. Daß Obama Afghanistan zu seinem persönlich erwählten Krieg erkor, machte er jüngst mit der Ernennung von General Petraeus deutlich, mit dem Auftrag, einen intensiveren Anti-Terrorkrieg zu führen. Nach nunmehr fast neun Jahren Krieg ist eine dauerhafte Verbesserung der Lage, die den Verlust an Soldaten und den finanziellen Aufwand rechtfertigen würde, nicht wahrscheinlich – egal, ob wir so weitermachen wie bisher oder das amerikanische Engagement noch verstärken. Es ist an der Zeit, unsere Ambitionen dort herabzustufen, unser Eingreifen zu begrenzen, um dem Ganzen eine neue Richtung zu geben…
Der Krieg, den die USA jetzt in Afghanistan führt, erreicht nichts und ist es nicht wert, fortgeführt zu werden. Die Zeit ist gekommen, die amerikanischen Zielvorgaben zurückzuschrauben und den Einsatz unserer Truppen massiv zu verringern. Afghanistan kostet zu viele amerikanische Soldaten das Leben, beansprucht zuviel Beachtung und absorbiert zu viele Ressourcen.“[/url]
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„Das afghanische Fiasko:
Ist Obama schwerhörig?“
Der folgende Hintergrundartikel des EIR-Redakteurs Ramtanu Maitra beleuchtet die Auseinandersetzung in den USA, die Entwicklung in Afghanistan und die Gefahr, daß der „afghanische Virus“ weitere Staaten Zentralasiens destabilisiert, wie die Unruhen in Kirgistan bereits zeigen. Außerdem weist er auf die geopolitische Rolle der Soros-Stiftung in dieser Region hin. Der Artikel erschien auf deutsch am 7.7.2010 in der Wochenzeitung „Neue Solidarität“.
Am 23. Juni hat US-Präsident Obama General Stanley McChrystal als militärischen Oberbefehlshaber in Afghanistan fristlos entlassen, nachdem ein Artikel über den General im Gegenkulturmagazin Rolling Stone erschienen war. Der Artikel enthielt abfällige Bemerkungen des Generals und seines Stabes über einige der wichtigsten zivilen Ratgeber Obamas, darunter Vizepräsident Joe Biden. McChrystal wurde vom bisherigen Chef des US-Zentralkommandos, General David Petraeus, als US-Oberbefehlshaber in Afghanistan abgelöst, der 2007/2008 Oberkommandierender der Alliierten Streitkräfte im Irak gewesen war.
Bei der Ernennung von Petraeus gab Obama eine Erklärung ab, die zeigte, wie wenig er sich der militärischen Lage vor Ort in Afghanistan bewußt ist. Er sagte, die Auswechslung des Befehlshabers werde die Kriegsstrategie der US-Regierung nicht ändern, der Krieg werde wie vorgesehen im kommenden Jahr in eine Übergangsphase eintreten. Obama sagte, Petraeus „versteht die Strategie, weil er sie selbst mit entworfen hat“. Er fügte hinzu: „Zur Zeit sind wir dabei, auf der Jagd nach einem strategischen Sieg den Kampf auf der taktischen Ebene zu verlieren. Wie lange läßt sich das durchhalten?“
Petraeus’ Ernennung machte deutlich, daß die Methode der Aufstandsbekämpfung – mit dem Kürzel COIN (für Counterinsurgency) -, die die Regierung Obama seit dem letzten Herbst im Afghanistankrieg anwendet, nicht geändert werden soll. Wie ein ungenannter ziviler Ratgeber des US-Militärs in Afghanistan der Washington Post am 23. Juni sagte, „die Strategie, die McChrystal entworfen hat, ist eine Strategie der Aufstandsbekämpfung, und Petraeus ist der Pate der Aufstandsbekämpfung.“
Konkret bedeutet das: Der aufreibende Krieg wird weitergehen, mit den Folgen eines weiteren Ruins der US-Streitkräfte, mehr Opium von den Feldern Afghanistans, mehr Heroinsüchtigen auf der ganzen Welt, der Schwächung ganzer Nationen und satten Gewinnen für Banker in der Londoner City und der Wallstreet.
Wir fragen in unserer Titelüberschrift mit gutem Grund, ob Präsident Obama schwerhörig ist. Schließlich ist ein offensichtlicher Grund für McChrystals „verächtliche Bemerkungen“, daß die ganze Kriegsplanung ohne Ziel und ohne Aussicht auf Erfolg ist. McChrystal führte nach eigener Aussage gleichzeitig einen Kampf gegen Al Kaida, die Taliban, Washingtons Sondergesandten Richard Holbrooke, Vizepräsident Joe Biden und den US-Botschafter in Kabul Karl Eikenberry. Der General wollte direkten Zugang zum Päsidenten, aber das wurde ihm vom Weißen Haus verwehrt. Wie eine Washingtoner Quelle sagte: In diesem Weißen Haus wird Doppelzüngigkeit nicht nur hingenommen, sondern gilt als Notwendigkeit. Hätte Obama sich bemüht, zuzuhören, oder zu lesen, was Augenzeugen über die Lage vor Ort berichteten, dann wäre ihm klar geworden, daß es in diesem Krieg nichts zu gewinnen gibt. Vielmehr werden Afghanistan und die ganze Region sehr viel verlieren, wenn er weitergeht.
Man muß kein Experte sein, um zu sehen, daß die COIN-Strategie gescheitert ist. Das heißt allerdings nicht, daß die von anderen einflußreichen Kreisen in Washington vertretene Methode der „Terrorismusbekämpfung“ – rohe Gewalt – mehr Sinn und Verstand hätte. Wie McChrystal im Rolling Stone sagte: „Die Russen töteten eine Million Afghanen, und es half ihnen nichts.“ Die Russen verfolgten in Afghanistan fast ein Jahrzehnt lang eine „Antiterrorstrategie“, bis sie schließlich den Afghanen ihre abgekämpften, verwundeten Rücken zuwandten und durch den Salang-Tunnel – die wichtigste Nord-Süd-Verbindung in Afghanistan nördlich von Kabul – nach Hause trotteten.
Das Scheitern der COIN-Strategie zeigt der Fall Marja. Am 13. Februar begann die Internationale Sicherheitsunterstützungstruppe (ISAF) – ein Gemisch aus US-/NATO-Truppen und der Afghanischen Nationalarmee (ANA) – in der südlichen Provinz Helmand einen militärischen Feldzug (Operation Muschtarak), den einige Verantwortliche als die wichtigste Militäroperation in Afghanistan seit dem Einmarsch 2001 bezeichneten. Als Hauptziel der Offensive galt der Ort Marja in Zentral-Helmand, der sich seit Jahren unter der Kontrolle von Taliban und Drogenhändlern befand. Der mit großen Fanfaren eingeleitete Feldzug zielte darauf ab, die „Herzen und Köpfe“ der örtlichen Paschtunen zu gewinnen. Die afghanischen Streitkräfte übernahmen eine Führungsrolle und stellten 60% der Bodentruppen. Zählt man die amerikanischen, britischen und anderen Koalitionsstreitkräfte hinzu, so waren etwa 8000 Soldaten als Bodentruppen und 7000 weitere als Unterstützungseinheiten beteiligt.
Schwächung des US-Militärs
Mittlerweile, vier Monate später, hat sich die Situation in Marja bis zu dem Punkt verschlechtert, daß die ISAF-Truppen sich quasi eingemauert haben und ständig bedroht sind von Hunderten Aufständischen, die sie von allen Seiten beschießen. Das Ziel „erobern, halten, verwalten“ – die Zauberformel von COIN – mußte aufgegeben werden. Die US- und NATO-Truppen versuchen nur noch dazusitzen und zu überleben
Wie konnte es zu einer derart kläglichen Lage kommen? Augenzeugenberichte geben eine Antwort. So beschrieb z.B. C.J. Chivers, der für die New York Times aus Marja berichtet, am 23. Juni die Bedingungen vor Ort und damit die angeschlagene Moral der Truppe, der diese unmögliche Mission aufgebürdet wurde. „Junge Offiziere und freiwillige Soldaten und Marines, die gewöhnlich unter Bedingung der Anonymität sprechen, um ihren Job nicht zu verlieren, sprechen davon, daß man ihnen ,Handschellen anlegt’, daß ihre Vorgesetzten ihnen nicht trauen und daß von ihnen verlangt wird, gegen einen schlauen und bösartigen Feind einen ,fairen Kampf’ zu führen.“
Die Regeln, mit denen die Prinzipien der COIN-Aufstandsbekämpfung in die tägliche Praxis umgesetzt werden, sollen Opfer in der Zivilbevölkerung verhindern. Aber die Soldaten erklären, daß diese Regeln nicht nur Zivilisten, sondern auch die Taliban schützen. Früher hätten die Feuergefechte eine „Halbwertszeit“ gehabt, sagte ein Major, der eine Infantriekompanie befehligt hatte, der Times, d.h. Scharmützel dauerten oft nur etwa eine halbe Stunde. Die Taliban griffen Patrouillen an, verzogen sich aber wieder, wenn Unterstützung der westlichen Truppen z.B. aus der Luft kam.
Jetzt, da diese Unterstützung seltener ist, hätten die Taliban sichtlich weniger Angst vor einem amerikanischen Gegenschlag, sagen viele Soldaten. Oftmals zögen sich Feuergefechte über Stunden hin und kosteten zusätzliche Menschenleben. Der Materialvorteil der US-Streitkräfte werde nicht wirklich genutzt, die Truppen müßten Kämpfe Mann gegen Mann führen, bei denen der Feind den Vorteil der Geländekenntnis habe. Ein Leutnant der Marineinfanterie in Marja sagte Chivers, er fordere bei Gefechten kaum noch Luftunterstützung an. Er vergeude zuviel Zeit am Sprechfunkgerät mit der Begründung der Anforderung, und die Luftunterstützung käme entweder gar nicht, zu spät, oder die Piloten zögerten, ihre Feuerkraft einzusetzen.
Die Finanzierung der Killer
Zusätzlich wurden nun auch die skandalösen Umstände der Versorgungstransporte – die in anderen Teilen der Welt seit Jahren bekannt sind – auch der amerikanischen Öffentlichkeit enthüllt. Im Juni wurde ein entsprechender Bericht der Mehrheitsfraktion im Unterausschuß für Nationale Sicherheit und Auswärtige Angelegenheiten unter Vorsitz des Abgeordneten John F. Tierney (Demokrat aus Massachusetts) vorgelegt. Darin wird darauf hingewiesen, daß die Aufgabe der Versorgung der mehr als 200 vorgeschobenen US-Posten in Afghanistan – in schwierigem, feindlichem Gebiet mit nur minimalem Straßennetz – von einer Gruppe namens Host Nation Trucking (HNT) wahrgenommen wird. Das Auftragsvolumen von 2,16 Mrd.$ teilen sich dabei acht afghanische, amerikanische und nahöstliche Unternehmen. Die von ihnen als Subunternehmer beauftragten Speditionen heuern gewöhnlich örtliche afghanische Sicherheitsdienste an, um den bewaffneten Schutz für ihre Konvois zu organisieren.
Der Transport von wertvollen und sensitiven Versorgungsgütern in abgelegene und unsichere Gegenden erfordert außergewöhnliche Sicherheitsmaßnahmen. Ein typischer Versorgungskonvoi mit 300 LKWs von Kabul nach Kandahar z.B. hat 400 bis 500 Mann bewaffnetes Begleitpersonal in Dutzenden LKWs, bewaffnet mit schweren Maschinengewehren und Panzerfäusten. Als „Sicherheitsleute“ für diese Konvois dienen Aufständische, die auf diese Weise mit amerikanischen Steuergeldern bezahlt werden – und dieselben Aufständischen töten dann später amerikanische Soldaten. Das wurde zugelassen und läuft so weiter, weil es leider keine bessere Methode gibt, heißt es aus Washington.
Der Krieg in Afghanistan ist nicht zu gewinnen, weil es nichts zu gewinnen gibt. Das einzig legitime Ziel für Präsident Obama als Oberkommandierenden ist die Zerstörung des afghanischen Opiums, das in den vergangenen Jahren besonders in der britisch besetzten Provinz Helmand enorm zunahm. Die Opiumschwemme in Afghanistan ist eine bewußte britische Politik von den höchsten Stellen, in alter Kolonialtradition. Es wird den US-Truppen mittlerweile klar, und sie beklagen sich bitter darüber, daß sie ihr Leben riskieren, um Drogenbarone und -händler zu schützen.
Im Grunde hat sich die Regierung Obama nur dieser britischen imperialen Politik angeschlossen, indem sie die Streitkräfte zum Schutz der Drogenhändler einsetzt, die Unmengen an Cash für die bankrotten Banker der Londoner City und der Wallstreet generieren. Darauf hat der Drogenbeauftragte der Vereinten Nationen, Antonio Maria Costa, schon vor mindestens einem Jahr hingewiesen.
Indem Obama über die explosive Zunahme des afghanischen Opiums „freundlich hinweg sieht“, ruiniert er nicht nur das US-Militär, er stößt auch Afghanistan weiter an den Rand des Abgrunds. Diese seit 30 Jahren vom Krieg heimgesuchte Nation hat keine Institutionen, keine Infrastruktur, eine verheerte Landwirtschaft und Hunderttausende von Opiumsüchtigen. Drogensucht ist ein Teil der Gesellschaft geworden – mittlerweile zählen selbst schon Kleinkinder zu den Süchtigen, wie Dr. Bruce Goldberg von der Universität von Florida jüngst in einer Studie belegte. Mit anderen Worten: Was die Regierung Obama in Afghanistan zuläßt, ist die reine Kriminalität.
Es geht kein Weg daran vorbei: Der erste und wichtigste Schritt bei der Schaffung von Institutionen in Afghanistan wird die Eliminierung der Drogen sein. Ohne die völlige Vernichtung des Opiums gibt es für Afghanistan keine Hoffnung, und die Gefahren für die gesamte Region werden zunehmen.
Jüngst ergab ein Bericht des U.S. Geological Survey, daß Afghanistan riesige Vorkommen an Eisen, Kupfer, Kobalt, Gold und wichtigen Alkalimetallen wie Lithium hat. Die Reserven sind so groß und beinhalten so viele für die moderne Industrie wichtige Rohstoffe, daß Afghanistan nach Ansicht von US-Vertretern eines der wichtigsten Bergbauländer der Welt werden könnte.
Sowjetische Bergbauexperten hatten diese Daten über die Rohstoffvorkommen schon während der sowjetischen Besetzung Afghanistans gesammelt, seit 2004 werden sie von amerikanischen Fachleuten erneut gesichtet. „Das wird das Rückgrat der afghanischen Wirtschaft werden“, sagte Jalil Jumriany, Berater des afghanischen Bergbauministers.
Nächstes Ziel: das Ferghana-Tal
Um es jedoch dahin zu bringen, muß der Krieg beendet werden und das von den Briten gesteuerte Opiumgeschäft muß aufhören. Wenn beides weitergeht, werden bald auch die zentralasiatischen Nationen, die an China und Rußland grenzen, mit hineingezogen. Die Unruhen in Süd-Kirgistan im Juni waren praktisch die Eröffnungsfanfare der Drogenmafia und ihrer Kollaborateure. Das Ziel ist die Entfesselung eines langen Krieges im Ferghana-Tal, in den Usbekistan, Tadschikistan und besonders Kirgistan verwickelt werden, und eine Afghanistan vergleichbare Opiumschwemme in diesen Nationen. Im Ferghana-Tal werden bereits hunderte von Tonnen Opium produziert, außerdem ist es ein wichtiges Durchgangsgebiet für das afghanische Heroin auf dem Weg nach Rußland.
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde das Ferghana-Tal zwischen drei Ländern geteilt, und es folgten Unstimmigkeiten zwischen den Staaten, die jeweils einen Teil bekamen. Das Tal ist das fruchtbarste Gebiet mit reichlich Wasser in dem ansonsten wasserarmen Zentralasien. Der Streit zwischen den Nationen über den Besitz des Tales rief ausländische NGOs auf den Plan. So besteht seit mindestens zehn Jahren ein Ferghana-Tal-Projekt des Förderers der Drogenlegalisierung George Soros.
Die Soros Foundation befaßt sich mit „der Unterstützung und Entwicklung der sozio-ökonomischen Infrastruktur“ der Gebiete um Osch und Dschalalabad, wo es im Juni zu gewalttätigen Ausschreitungen kam. 2005 gab es Berichte, daß Soros’ Open Society Foundation die jetzt hinfällige Tulpenrevolution in Kirgistan finanziell unterstützte. Soros’ Stiftung, die die Legalisierung der Opiumproduktion fördert, „um die finanziellen Probleme der Bauern zu erleichtern“ zog offensichtlich gegenüber der Mafia den kürzeren. Man könnte aber auch fragen: Wurde die Tulpenrevolution organisiert, um Südkirgistan der Drogenmafia zu übergeben? Falls das die Absicht war, dann muß man heute feststellen, daß sie ihr Ziel im wesentlichen erreicht hat.
Zusätzlich wurde eine Allianz zwischen der Drogenmafia und britischen Kräften geschmiedet. Chef der Drogenmafia ist Maxim Bakijew, jüngerer Sohn des vertriebenen Präsidenten Kurmanbek Bakijew. Maxim ist auch Besitzer eines britischen Fußballvereins, dem Blackpool Football Club, dem wie etlichen anderen britischen Vereinen Verbindungen zu Drogengeldern nachgesagt werden. Maxim Bakijew suchte in Großbritannien um Asyl nach und wird jetzt von britischen Grenzschutztruppen geschützt.
Unter den gegenwärtigen Umständen werden alle negativen Kräfte stärker. Die Rekordmengen von Opium und Heroin aus Afghanistan stärken nicht nur die Drogenmafia, die Banker und weitere mit diesem Geschäft verbundene Kreise, sondern auch die von Hizb ut-Tahrir repräsentierten islamischen Fundamentalisten, die ihr Hauptquartier in Großbritannien haben.[/url]
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LaRouche und das Schattenkabinett für die Zeit nach Obama
Der amerikanische Ökonom und Staatsmann Lyndon LaRouche machte am 6. Juli zu Beginn der Internet-Fernsehsendung Weekly Report des LaRouche-Aktionskomitees (LPAC) eine Ankündigung, die seine konkrete Rolle für den Wiederaufbau der USA in der Zeit nach Obama verdeutlicht.
LaRouche verwies auf seinen Dialog mit führenden US-Ökonomen sowie Vertretern aus China, Rußland und Indien am 29. April (siehe www.solidaritaet.com). Das von ihm in dieser Veranstaltung skizzierte Programm bilde die Grundlage einer Vereinbarung, die sofort greifen werde, wenn US-Präsident Barack Obama auf verfassungsgemäße Art und Weise aus dem Amt entfernt sei.
„Diese besondere Veranstaltung hat sich als eine der wichtigsten strategischen Entwicklungen der jüngsten Zeit erwiesen, weil sie nicht nur für diese [anwesenden] Personen, sondern für Institutionen allgemein ein Muster gesetzt hat, was folgen würde, wenn Präsident Obama rechtzeitig abgesetzt wird oder abdankt.
Unter diesen Bedingungen, die mir gut bekannt sind, würde ich in einer Regierung nach Obama eine Schlüsselrolle spielen – nicht als Regierungsmitglied, sondern als Berater mit vielfältigen Verbindungen, bei dem viele Fäden zusammenlaufen, um Rat zu geben, wie wir die Welt aus diesem akuten Schlamassel herausholen.
Das Gefährliche dabei ist: Wenn das nicht irgendwann zwischen Ende Juli und Ende September geschieht, werden die Vereinigten Staaten zerfallen. Westeuropa wird wahrscheinlich noch vor den Vereinigten Staaten zerfallen. Die ganze atlantische Region wird sich in Auflösung befinden. Und als Folge des fortgeschrittenen Zusammenbruchs der Weltwirtschaft im transatlantischen Bereich wird dann auch der transpazifische Bereich und die Region des Indischen Ozeans kollabieren. Das würde ein langes finsteres Zeitalter nach sich ziehen, nach dem wir wahrscheinlich statt [jetzt] 6,8 Milliarden weniger als 2 Milliarden Menschen auf diesem Planeten haben werden. Darauf läuft es hin.“
Während der einstündigen Sendung kam LaRouche wiederholt darauf zu sprechen, mit welchen Aufgaben man ihn betrauen werde, um eine erfolgreiche Erneuerung der Weltwirtschaft zu leiten – angefangen mit der Wiedereinführung von Glass-Steagall-Maßnahmen und dann der Ausgabe großer Mengen staatlich abgesicherten Kredits für den Wiederaufbau der amerikanischen Realwirtschaft. Er führte aus:
„Wenn wir erst das ganze wertlose Geld ausgemerzt haben und uns an die Maßstäbe von Glass-Steagall halten, wird die Bundesregierung in der Lage sein, die Vergabe von Kredit zu autorisieren, mit dem wir eine Reihe von Programmen beginnen: Wir können Banken, die eigentlich bankrott sind, unter staatlichen Sanierungsschutz stellen; wir können diese Banken wieder solvent machen, indem wir ihnen treuhänderisch Bundesgelder leihen, damit sie ihre Geschäfte weiterbetreiben. Wir werden Richtlinien haben, wofür sie dieses Geld verwenden werden. Das wird hauptsächlich für Infrastrukturprojekte sein, die notwendig sind, um allgemein die Industrie und Landwirtschaft auf- und auszubauen. Das sollte die Priorität sein. Wir werden es [die Kredite] auch für andere notwendige Dinge verfügbar haben, um den wirtschaftlichen Aderlaß zu beenden.
In diesem Zeitraum haben wir jetzt noch die Chance, die Vereinigten Staaten zu retten; und wenn wir die USA retten, kann ich dafür garantieren, daß Länder wie Rußland, China und Indien dabei unsere Partner sein werden. Wenn es rechtzeitig geschieht, rettet man auch Deutschland und Frankreich – der gegenwärtige französische Präsident ist jetzt in einer unsicheren Position, er könnte ausgetauscht werden -, und es gibt Kräfte in Italien, die dabei nützlich sein werden.“ Von Seiten Asiens würden sich Südkorea, Japan und andere Länder am Pazifik und am Indischen Ozean beteiligen wollen.
LaRouche weiter: „Mit dieser Kombination, verbunden mit bestimmten Ländern in Europa und mit den USA, haben wir die Voraussetzungen, um das System zu retten. Es ist unsere letzte Chance… Meine Rolle bei all dem wird nicht sein, Präsident zu werden – schließlich werde ich am 8. September 88 Jahre alt, und das ist für mich nicht mehr eine angemessene Berufsperspektive. Aber ich habe für diese Situation das Wissen, das anderen fehlt, und ich pflege eine Zusammenarbeit mit Leuten in verschiedenen Ländern, so daß ich mir sehr deutlich eine wahrscheinliche Kettenreaktion der Erholung vorstellen kann, sobald Obama aus dem Amt ist. Und ich habe eine ganz spezifische Rolle dabei zu spielen, die wirtschaftliche Seite dieser Erholung zu organisieren.“
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