Indischer Regierungsvertreter warnt den Dalai Lama

02.04.2008
Indischer Regierungsvertreter warnt den Dalai Lama admin 02.04.2008

Der indische Außenminister Pranab Mukherjee mahnte am 1. April in einer öffentlichen Stellungsnahme den Dalai Lama zur Zurückhaltung. Mukherjee sagte im Fernsehen: "Indien wird ihm weiterhin die Gastfreundschaft gewähren. Aber wenn er sich in Indien aufhält, sollte er sich jeder politischen Aktivität enthalten, die die Beziehungen zwischen Indien und
China beeinträchtigen könnte."

Der Generalsekretär der an der Regierungskoalition mit der Kongreßpartei teilnehmenden Kommunistischen Partei Indiens (CPI) kritisierte die westlichen Regierungen, die separatistische Operationen unterstützen. Der CPI Generalsekretär Prakash Karat wurde in der indischen Tageszeitung The Hindu zitiert: "Bestimmte westliche Mächte vertreten den Standpunkt, daß die nationale Souveränität im Namen von Menschenrechten und Minderheitsrechten beeinträchtigt und sogar aufgehoben werden könne." Er nannte dabei Kosovo und Tschetschenien, wie auch Tibet als Regionen, in denen der Separatismus befördert werde.

Er fuhr fort: "In Indien haben wir auch das Problem des
Separatismus. Diejenigen von uns, die sich einem solchen Chor anschließen wollen, würden unserem Land einen großen Schaden zufügen. Wollen wir etwa ein "freies Nagaland" oder ein "freies Jammu und Kaschmir" unterstützen?"

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