Intensive regionale Diplomatie in Südwestasien

20.05.2026
Intensive regionale Diplomatie in Südwestasien klaus 20.05.2026

Zu US-Präsident Donald Trumps Bericht vom Sonntagnachmittag, wonach Saudi-Arabien, Katar und die VAE ihn gebeten hatten, seine geplante erneute Bombardierung des Iran nicht durchzuführen, kommen ähnliche diplomatische Bemühungen des ägyptischen Außenministers Badr Abdelatty hinzu, der auf einer Verhandlungslösung bestand.

Abdelatty führte am Sonntag separate Telefongespräche mit seinen saudischen und katarischen Amtskollegen (dem saudischen Außenminister Prinz Faisal bin Farhan und dem katarischen Premierminister und Außenminister Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al Thani). Aus dem Bericht der ägyptischen Tageszeitung Al Ahram geht hervor, dass beide Anrufe eine ähnliche Absicht verfolgten. In Abdelattys Gespräch mit Prinz Faisal „erörterten die Minister die laufende Koordinierung zwischen den arabischen Staaten, um eskalierende regionale Konflikte einzudämmen und das zu vermeiden, was sie als ‚gefährliche Folgen einer anhaltenden Eskalation‘ bezeichneten, die den Nahen Osten in eine umfassendere Instabilität ziehen und den internationalen Frieden und die Sicherheit bedrohen könnte.“ Ebenso waren sich Scheich al Thani und Abdelatty einig über „die Bedeutung der Wiederaufnahme und Aufrechterhaltung des diplomatischen Weges. Sie erklärten, dass Dialog und politische Lösungen der einzige gangbare Weg seien, um die Krise zu lösen und zu verhindern, dass die Region in unvorhersehbare Konfrontationen abgleite.“

Abdelatty übermittelte dieselbe Botschaft auch, als er am Sonntag mit Massad Boulos sprach, dem libanesisch-amerikanischen Milliardär, der als Senior Advisor für arabische und afrikanische Angelegenheiten für US-Präsident Donald Trump tätig ist. Das ägyptische Außenministerium berichtete, dass Abdelatty „die Bedeutung der Wiederaufnahme des Dialogs zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran betonte, um Einigungen zu erzielen, die dazu beitragen könnten, regionale Spannungen einzudämmen. Er forderte zudem Diplomatie und politischen Dialog, um eine weitere Eskalation im Nahen Osten zu verhindern.“

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan warnte am Montag in einer Fernsehansprache an seine Nation eindringlich davor, dass der Krieg gegen den Iran die Weltwirtschaft zerstöre. TASS zitierte Erdogan:

„Das Ausmaß des Schadens, der durch die Schockwelle verursacht wurde, die wie ein Tsunami über die Welt gefegt ist, lässt sich noch nicht genau abschätzen. Ein noch alarmierenderer Aspekt ist die Tatsache, dass eine solche Situation auf globaler Ebene eine auf Spekulation basierende Wirtschaft hervorbringt und ein System der Profitgier schafft, das stark auf Spekulation und Marktmanipulation beruht. Im Falle des Iran hat die Situation jedoch das Akzeptable überschritten und verheerende Auswirkungen auf die Gesundheit der Weltwirtschaft gehabt.“

(Quelle: eirna.de)

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