Hunderttausend Iren demonstrierten am Samstag in Dublin, trotz Frost und Schneestürmen in der Nacht zuvor gegen den Versuch, ihr Land zu opfern, um bankrotte Banken des britischen Finanzempire zu retten. Die Demonstranten trafen sich am historischen Postamt an der O’Connell-Straße, wo am 24. April 1916 zuerst die irische Republik ausgerufen wurde. Viele der Demonstranten trugen Bilder der irischen Befreiungskriege.
Wie schon der überragende Wahlsieg des Sinn Fein Kandidaten Pearse
Doherty am Donnerstag im Wahlkreis Donegal Südwest gezeigt hatte, ist die irische Bevölkerung im Aufruhr. Der Wahlsieg von Sinn Fein geht weit über ein lokales Wahlergebnis hinaus. Die Regierung verfügt jetzt nur noch über zwei Stimmen Mehrheit. Außerdem gibt es Widerstand aus den eigenen Reihen, so daß eine Mehrheit für das diktatorische EU-IWF-Spardiktat am 6.12. überhaupt nicht sicher ist. Mit dieser neuen Dynamik könnte das Inter-Alpha-Bankenrettungsschema den Bach hinunter gehen.
Der Kandidat der regierenden Fianna Fail hatte nur 21% der Stimmen in einem Bezirk erhalten, der als "sicher galt", während Pearse Doherty von Sinn Fein 40% bekam. Die traditionsreiche Sinn Fein hat damit fünf Sitze in Parlament und wird eine Fraktion mit unabhängigen Parlamentsabgeordneten eingehen, so daß sie die Vertrauensfrage gegen die Regierung stellen kann; außerdem bedeutet das volle Redezeit im Parlament. Während die Regierung noch auf 82 Stimmen für das Spardiktat zählt, könnte sich durch das überraschende Wahlergebnis von Sinn Fein und ihren Perspektiven bei der nächsten Wahl auch das jetzige Abstimmungserhalten der anderen Parteien, wie der Fine Gael, ändern. Der prominente Sinn Fein-Vorsitzende Gerry Adams hat bereits angekündigt, daß er seinen Sitz in Nordirland und Westminster aufgeben wird, um wegen der dramatischen ökonomischen Lage in Irland bei den Wahlen in einem sichereren Wahlkreis zu kandidieren.
Der Ärger der Iren wird durch die neuen Enthüllungen in der irischen Presse weiter angeheizt. Am 27.11. berichtete der Irish Independent, daß Irland gezwungen sein wird, 6.7-7% Zinsen für einen großen Teil der aufgezwungenen "Hilfe" durch den EU-Rettungsfonds zu zahlen. Diese Zinsen sind genauso verheerend hoch, wie die, die Irland ohnehin schon zahlt! Die Empörung über diese Enthüllung hat bei der Opposition bereits große Wellen geschlagen. Außerdem weist der Irish Independent nach, daß der Steuerzahler eindeutig das meiste zahlen muss, während die „Investoren" gerettet werden. Von den vorgesehenen 85 Mrd. Euro "Rettungspaket" gehen 35 Mrd. Euro direkt an die Banken. Das meiste davon wird vom sogenannten Rettungsfonds der EU-Kommission kommen, der 6.7% Zinsen verlangt, was der Steuerzahler zurückzahlen muß. An erster Stelle derer, die die Hand aufhalten, steht die Allied Irish Bank, die zur Inter Alpha-Gruppe gehört. Sie wird mitsamt ihren Verbindlichkeiten „nationalisiert".
Sollte dieser Deal mit diesen Bedingungen am Wochenende zwischen der irischen Regierung, der EU, der Europäischen Zentralbank und dem IWF unterzeichnet und von den EU-Finanzministern am Sonntag abgesegnet werden, wird das die Zustimmung im Parlament weiter untergraben. Stimmt das Parlament am 6.12. aber nicht zu, gibt es auch keinen Rettungsschirm für die Banken.
Bei dem Versuch, um jeden Preis gegen dien Widerstand der Bevölkerung diese Politik durchzuziehen, würde es mit Sicherheit zu Aufständen und Blutvergiessen kommen. Deshalb ist die eindeutig bessere Alternative, die faulen Forderungen der Banken und Spekulanten ein für alle Mal abzuschreiben und das Trennbankensystem einzuführen, bevor alles im Chaos endet. Es soll sogar in Großbritannien Kreise geben, die einsehen könnten, daß ihr System gescheitert ist. Lesen Sie dazu auch Lyndon LaRouches neueste Stellungnahme "Britain goes bump in the night! The funeral march of our marionettes": auf [url:“http://www.larouchepac.com/node/16643]http://www.larouchepac.com/node/16643[/url]