Pakistan hat den Transit iranischer Waren durch sein Hoheitsgebiet offiziell genehmigt, so dass iranische Waren die pakistanischen Häfen Karatschi, Port Bin Qasim und Gwadar passieren dürfen. Damit können wichtige iranische Handelsströme die Seeblockade umgehen, mit der Washington den Zugang der Islamischen Republik zum globalen Handel unterbinden will.
Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete am 4. Mai, das pakistanische Handelsministerium habe am 25. April die „Verordnung über den Warentransit durch pakistanisches Hoheitsgebiet 2026“ erlassen, die sofort in Kraft trat. Die Verordnung setzt ein bilaterales Straßenverkehrsabkommen in Kraft, das 2008 mit Teheran unterzeichnet, aber nie umgesetzt wurde.
Es gibt zwei wichtige Grenzübergänge zwischen Pakistan und dem Iran: Der erste verbindet Taftan in Pakistan mit Mirjaveh im Iran; der zweite verbindet Gabd in Pakistan mit dem Grenzübergang Rimdan im Iran. Von dort können die Waren dann zu pakistanischen Häfen am Arabischen Meer transportiert werden.
Im Rahmen der chinesischen Belt-and-Road-Initiative können die Waren aber auch per Bahn oder LKW über den Wirtschaftskorridor China-Pakistan nach China transportiert werden. Für den Iran bedeutet dies ein höheres Maß an Freiheit. Da China einen erheblichen positiven Einfluss auf Pakistan hat, wird vermutet, dass China etwas mit den neuen Grenzübergangsbestimmungen Pakistans zu tun hat.
Quelle: eirna.de