Am 27.4.26 wurde die UNO-Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag eröffnet. Am ersten Tag legte die Bewegung der Blockfreien Staaten, die 121 der 191 vertretenen Länder umfaßt, eine Liste von Ländern vor, die sie als Vizepräsidenten für die bis zum 22.5. andauernden Beratungen vorschlugen. Der Iran war darunter. Der US-Vertreter Christopher Yeaw erhob sofort Einspruch und warf Teheran vor, die Zusammenarbeit unter dem Vertrag zu verweigern. Auch Australien und die Vereinigten Arabischen Emirate erhoben Einspruch, während die Briten im Namen der E3 – Großbritannien, Deutschland, Frankreich – „Besorgnis“ äußerten.
Der iranische Vertreter Reza Najafi wies darauf hin, daß die USA selbst ihr Atomwaffenarsenal unter Verletzung des Vertrages ausbauen. Er wurde vom Vertreter Chinas unterstützt, der anmerkte, daß die USA Billionen in die Modernisierung ihrer Nuklearstreitkräfte investieren. Der Iran wurde gewählt.