Iranischer Aussenminister: „Sehr bedeutender Durchbruch“

16.06.2026
Iranischer Aussenminister: „Sehr bedeutender Durchbruch“ klaus 16.06.2026

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, erklärte auf seiner regulären Pressekonferenz am Montag: „In den letzten 24 Stunden haben wir wichtige Entwicklungen erlebt; der Abschluss dieser Vereinbarung ist ein sehr bedeutender Durchbruch… Dieser Erfolg ist das Ergebnis des legendären Widerstands des iranischen Volkes gegen die Aggression und die Verbrechen zweier bösartiger Akteure, die mit allen materiellen Mitteln ausgestattet sind.“

Auf die Frage nach der iranischen Sichtweise auf den jüngsten israelischen Angriff auf die südlichen Vororte von Beirut und ob dieser Angriff mit der sich abzeichnenden Einigung zwischen Teheran und Washington in Verbindung stehe, sagte Baghaei, Israel habe ein weiteres Verbrechen begangen, gerade als die Bemühungen um eine Einigung eine entscheidende Phase erreichten. Er erklärte, Entscheidungen über künftige Entwicklungen würden auf der Grundlage „einer präzisen und umfassenden Bewertung der obersten Interessen des Iran“ getroffen, und fügte hinzu, der israelische Angriff sei letztlich zu „einer Gelegenheit geworden, die nationalen Interessen des Iran, des Libanon und der Widerstandsfront zu maximieren“.

Einzelheiten zur formellen Unterzeichnung des Memorandums sowie Berichte über eine mögliche Reise einer iranischen Expertendelegation nach Katar würden in Kürze bekannt gegeben, so Baghaei. Teheran erwäge im Vorfeld des Genfer Treffens Besuche in mehreren regionalen und benachbarten Ländern und werde weitere Einzelheiten bekannt geben, sobald die Pläne endgültig feststünden.

Baghaei betonte, es werde Jahre dauern, das Misstrauen zwischen den USA und dem Iran zu überwinden. Dieses sei aufgrund jahrzehntelanger US-Maßnahmen gegen den Iran, die bis ins Jahr 1953 zurückreichen, tief verwurzelt, und Washington habe noch „einen langen Weg vor sich“, um das Vertrauen der Iraner zurückzugewinnen. Die Einigung mit Washington sei „lediglich ein Schritt“ hin zur Entspannung und zur Beendigung eines Krieges, der sowohl dem Iran als auch der gesamten Region geschadet habe. „Wir müssen abwarten, wohin der Weg in Zukunft führen wird.“

Quelle: eirna.de

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