Der italienische Wirtschaftsminister Giulio Tremonti äußerte sich nach dem Treffen der europäischen Wirtschafts- und Finanzminister (ECOFIN), das am Dienstag im Anschluß an das Treffen der Eurogruppe zur Irlandkrise stattfand. Wie die Zeitung Il Sole 24 Ore am 18.11. berichtete, sagte Tremonti, er wäre "anders vorgegangen", auch wenn er formell das Vorgehen seiner Kollegen billigte. "Man hätte eine radikalere Lösung ergreifen sollen: den Geschäfts- und Industrieteil der Banken retten und die Spekulation untergehen lassen."
Der einflußreiche Journalist Maurizio Blondet veröffentlichte am 18.11. auf seiner Webseite den Bericht von EIR Strategic Alert zur Forderung von Paolo Savona, dem Chef des italienischen Einlagensicherungsfonds, der einen Austritt Italiens aus dem Euro aufgeworfen hatte. EIR verlangt, daß Italien den Euro verlassen soll, um wieder die Vergabe von souveränem Staatskredit zu ermöglichen.
Außerdem gab der Ökonom Nino Galloni ein neues Buch heraus, das den Titel trägt: "Nimm dein Geld und ….renn weg? Das Ende der Globalisierung". Darin erwähnt er prominent das Glass-Steagall-Prinzip, um Banken daran zu hindern, spekulative Operationen vorzunehmen statt mittel- und langfristiger Investionen.