Gemäß einer in der Irish
Times am 6. Juni veröffentlichten Umfrage sind erstmals 5% mehr Iren gegen
den Vertrag von Lissabon als dafür. Innerhalb von drei Wochen nahmen die
"Nein"-Stimmen um 17 Prozent zu, während die "Ja"-Stimmen um 5 Prozent
abnahmen. Es
steht also 35% zu 30% mit 28% Unentschiedenen und 7%, die sich der Stimme enthalten wollen.
Die Unterstützer des Lissabon-Vertrags zittern. "Es bräuchte in der
letzten Woche der Kampagne einen nie da gewesenen Umschwung, um den Vertrag durchzubringen",
so die Irish Times.
Die Befürworter von Lissabon gehen zu "Druck und
schweren Drohungen" gegen Dublin über, schreibt German-Foreign-Policy.com am 3. Juni und bezieht sich insbesondere
auf deutsche Politiker. Der Präsident des EU-Parlamentes Hans-Gert Pöttering
(CDU) verlangt, daß "Politiker von allen Seiten" in Dublin die
Kampagne für den Vertrag intensivieren. Elmar Brok (MEP, CDU) erklärte, daß "eine
Debatte über Irlands Austritt" aus der EU nicht ausgeschlossen werden
sollte, wenn Irland den Vertrag ablehne.
Der Volksentscheid in Irland wird am 12. Juni stattfinden.