Der Geschäftsführer des italienischen Energieproduzenten ENEL, Fulvio Conti, erklärte, daß seine Firma bereit sei, binnen 7 Jahren Kernkraftwerke an das italienische Netz zu bringen. Conti plant 3-4 Jahre für die Projektplanung und Auswahl der Standorte und 3-4 Jahre für die Bauphase. Um die Investitionen profitabel zu machen, meinte Conti gegenüber Corriere della Sera, müßten mindestens 4 bis 5 Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 5 Gigawatt gebaut werden.
Möglich sei dieser Vorstoß durch die Zusammensetzung des neuen italienischen Parlamentes geworden, in dem die grüne Partei nicht mehr vertreten ist. ENEL produziert bereits Atomstrom im Ausland: in Spanien, der Slowakei und Rumänien. Darüber hinaus ist die Firma am französischen EPR-Projekt, der Entwicklung der neuesten Generation von Druckwasserreaktoren, beteiligt.