Der italienische Senator Mario Baldassarri, Vizeminister für Wirtschaft und Finanzen von 2001 bis 2006, sagte in einem Interview mit EIR, daß die wirkliche Krise die Frage der Hypotheken bei weitem übersteige und mit der Struktur der Realwirtschaft zusammenhänge. „Die hochriskanten, zweitklassigen Hypotheken sind nur die Spitze des Eisbergs, der eigentliche Punkt ist das Ungleichgewicht der USA, das Ungleichgewicht der Weltwirtschaft.“
Senator Baldassarri bezeichnete die defizitäre US-Handelsbilanz als „Mutter aller Probleme“, die nur noch existiere, weil China sie finanziert, und sagte, zusätzlich zu den Notinterventionen der Zentralbanken bestünde „die wirkliche Antwort, als Regierungsintervention“ in einer „Neuregelung der Weltwirtschaft… Anscheinend wächst Amerika, wächst China und Europa schläft. Aber diese Wachstum steht auf tönernen Füßen. Wir müssen die Situation umkehren… Amerika muß wachsen, Asien muß wachsen und Europa muß noch viel mehr wachsen, und das auf der Grundlage eines internationalen Währungs- und Wechselkurssystems, das fähig ist und die Entwicklung der Realwirtschaft reflektiert.“
Auf Lyndon LaRouches Vorschlag für ein Neues Bretton Woods bezugnehmend, sagte Baldassarri: „Wir brauchen eine neue Art des Regierens. Man kann das neues Bretton Woods oder sonst wie nennen. Die Welt hat sich verändert und wir können nicht eine Struktur von internationalen Währungs- und Finanzinstitutionen beibehalten, die die alte Welt reflektieren, welche nicht länger existiert.“