21.Juni — Die italienische Regierung stimmte am 18. Juni einer Gesetzesvorlage von Wirtschaftsminister Tremonti zu, wonach Ölfirmen, Banken und Versicherungen höhere Steuern zahlen müssen. Die Körperschaftssteuer (IRES) für Ölgesellschaften wird von 27% auf 33% angehoben. Laut Il Sole 24 Ore erhält der Staatshaushalt damit zusätzliche 1 Mrd. €; die Steuererhöhung für Banken und Versicherungen werden mindestens 2 Mrd. € erbringen.
Damit hat Guilio Tremonti seine Ankündigung nach dem G-8 Treffen am letzten Wochenende wahr gemacht. Sein Vorschlag einer Regulierung des Ölderivatspekulation war bei dem Gipfel, der vom britischen Finanzmininister Alistair Darling geleitet wurde, zurückgewiesen worden. Nach seiner Rüpckkehr hatte Tremonti in Rom angekündigt, daß er nicht darauf warten werde, daß die G8 irgendwann einmal handelt. Stattdessen werde Italien selbst Schritte zum Schutz seiner Bevölkerung vor den Auswirkungen der Spekulation ergreifen.